Marien-Hospital Erftstadt: Laumann äußert sich zur Insolvenz

Die Insolvenz des Marien-Hospitals in Erftstadt sorgt weiterhin für Diskussionen. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat sich in einem Schreiben an den CDU-Landtagsabgeordneten Gregor Golland zur Situation geäußert und Unterstützung signalisiert – allerdings unter klaren Bedingungen.

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Minister Laumann äußert sich zur Zukunft des Marien-Hospitals

Die Insolvenz des Marien-Hospitals in Erftstadt beschäftigt Politik und Öffentlichkeit. Der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland hatte sich bei NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nach den Hintergründen und möglichen Unterstützungsmaßnahmen erkundigt. Nun hat der Minister ausführlich geantwortet und Golland für dessen Einsatz für die Gesundheitsversorgung in Erftstadt gedankt.

Laut Golland bedauert Minister Laumann die schwierige Lage des Krankenhauses und würde eine zukunftsfähige Lösung begrüßen. Der Minister erinnerte daran, dass er sich nach der Flutkatastrophe im Jahr 2021 persönlich ein Bild von den Schäden gemacht habe. Bereits damals sei klar gewesen, dass das Krankenhaus wiederhergestellt werden müsse. Dennoch sei der Landesregierung bewusst, dass kleine, eigenständige Kliniken wie das Marien-Hospital es schwerer haben als größere Krankenhäuser in Verbünden.

In seinem Schreiben betont Laumann, dass die kaufmännische Verantwortung für das Krankenhaus beim Insolvenzverwalter und der Verwaltung des Marien-Hospitals liege. Dieser müsse alle Handlungsoptionen prüfen, um eine tragfähige Lösung für die Zukunft zu finden. Das Ministerium stehe bei Bedarf für beratende Gespräche zur Verfügung, könne jedoch keinen direkten Einfluss auf das Insolvenzverfahren nehmen oder finanzielle Unterstützung leisten. Fördermittel für den Krankenhausbereich dürfen nicht für Betriebskosten verwendet werden.

Golland sieht in der Insolvenz auch eine Chance für die Gesundheitsversorgung in Erftstadt. Er hält es für möglich, dass das Krankenhaus in einen größeren Verbund integriert wird. Das Marien-Hospital sei nach der Flut umfassend modernisiert worden, auch mit Mitteln aus dem Wiederaufbau-Fonds des Landes. Diese Modernisierung sei den großen Krankenhausträgern in der Region bekannt.

Minister Laumann erklärte, dass das Gesundheitsministerium bereit sei, das Marien-Hospital über die Krankenhausplanung zu unterstützen, sobald ein zukunftsfähiges medizinisches Konzept vorliege, das wirtschaftliches Arbeiten ermöglicht. Golland hofft, dass das Insolvenzverfahren positiv abgeschlossen wird – im Sinne der rund 400 Beschäftigten, der Patientinnen und Patienten sowie der Menschen in Erftstadt.

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