Bedburger Krankenhaus-Schließung belastet Rettungsdienst

Die Schließung des Bedburger Krankenhauses hat spürbare Folgen für den Rettungsdienst im Rhein-Erft-Kreis. Die Transportzeiten für Rettungswagen aus Bedburg haben sich verlängert. Insgesamt ist die Zahl der Krankenhauseinlieferungen im Kreis gestiegen. Besonders betroffen ist das Krankenhaus in Bergheim.

© Radio Erft / Symbolbild

Rettungsdienst im Rhein-Erft-Kreis unter Druck

Die Schließung des Bedburger Krankenhauses zeigt erste Auswirkungen auf den Rettungsdienst im Rhein-Erft-Kreis. Rettungswagen aus Bedburg benötigen im Durchschnitt knapp sieben Minuten länger für ihre Transporte. Die meisten Patienten aus Bedburg werden ins Krankenhaus Bergheim gebracht, einige auch nach Frechen, wie der Rhein-Erft-Kreis mitteilt.

Im gesamten Kreis ist die Zahl der Krankenhauseinlieferungen durch den Rettungsdienst im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei Prozent gestiegen. Besonders stark betroffen ist das Krankenhaus Bergheim, das rund 20 Prozent mehr Patienten aufnimmt. Aber auch in Hürth und in Erftstadt wurden mehr Patienten eingeliefert.

Um die Situation besser zu steuern, wurden die Zuständigkeitsbereiche der Notaufnahmen angepasst. Ziel ist es, die Patienten möglichst gleichmäßig auf die Krankenhäuser im Kreis zu verteilen. Langfristig setzen der Kreis, das Land und der Bund auf eine engere Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und ärztlichem Bereitschaftsdienst. Zudem sollen sogenannte integrierte Notfallzentren eingerichtet werden, um die Versorgung weiter zu verbessern.

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