Wende in Ermittlungen zu Explosionen in Köln und Region
Veröffentlicht: Donnerstag, 28.11.2024 15:18
Im Fall rund um die Entführungen und Explosionen in Köln, im Rhein-Erft-Kreis und in der Region in den letzten Monaten gibt es offenbar eine Wende. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind die Hintergründe anders als bisher angenommen.

Drogenbande aus Köln-Kalk im Fokus der Ermittlungen
Im Fall der Entführungen und Explosionen in Köln, dem Rhein-Erft-Kreis und der Region gibt es offenbar eine Wende. Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass die Hintergründe anders sind als bisher angenommen. Zuvor wurde vermutet, dass eine Drogenmafia aus den Niederlanden hinter den Vorfällen steckt. Nun geht die Staatsanwaltschaft jedoch davon aus, dass eine Drogenbande aus dem Kölner Stadtteil Kalk verantwortlich ist.
Innerhalb der Gruppe kam es offenbar zu Streitigkeiten, nachdem etwa 300 Kilo Cannabis aus einer Lagerhalle in Hürth verschwunden waren. Die Bande soll mit Geiselnahmen und Explosionen versucht haben, die Schuldigen innerhalb der Gruppe zu finden. Dabei wurden auch Personen aus den Niederlanden engagiert, um sich an den Taten zu beteiligen.
Derzeit ermitteln die Beamten gegen 35 Beschuldigte, von denen 16 bereits in Haft sind. Die ersten Anklagen werden vorbereitet, so die Staatsanwaltschaft. In den letzten Wochen hat es in Köln keine weiteren Explosionen gegeben, was darauf hindeuten könnte, dass wichtige Drahtzieher der Bande in Haft sind.