Kerpen: Noch wochenlang Einschränkungen nach Zugunfall

Nach dem schweren Zugunfall bei Kerpen müssen Bahnreisende noch mit wochenlangen Einschränkungen rechnen. Grund dafür sind aufwendige Reparaturarbeiten.

© Feuerwehr Kerpen

Erst am 23. Dezember sollen Gleise wieder freigegeben werden

Nach dem schweren Zugunfall bei Kerpen am vergangenen Freitag (22. November) wird es noch wochenlang Einschränkungen im Bahnverkehr geben. Die Deutsche Bahn teilt mit, dass die beschädigten Gleise voraussichtlich erst kurz vor Weihnachten (23. Dezember) wieder vollständig freigegeben werden können. Bis dahin verkehren auf der Strecke nur die Züge der Linien RE1 und RE9, während die S-Bahnlinien 12 und 19 weiter nur bis Horrem fahren und hier wenden. Der Fernverkehr wird umgeleitet


Reparaturarbeiten sind aufwendiger als zunächst angenommen

Die umfangreichen Reparaturarbeiten sind der Grund für die anhaltenden Einschränkungen. Fachleute haben festgestellt, dass die Schäden an der Infrastruktur größer sind als zunächst angenommen. Insgesamt müssen fünf Oberleitungs- und Signalmasten ersetzt und 1000 Meter Gleis erneuert werden. Die größte Herausforderung stellt die Erneuerung von rund 1800 Betonschwellen dar, die extra produziert werden müssen, was Zeit in Anspruch nimmt, heißt es von der Bahn.

Auch nach der geplanten Freigabe der Gleise Ende Dezember müssen die Züge in dem betroffenen Abschnitt zunächst langsamer fahren. Anfang nächsten Jahres sind weitere Arbeiten an den Oberleitungen erforderlich, die voraussichtlich im Februar abgeschlossen sein sollen.

Der Unfall ereignete sich, als bei Kerpen ein Güterzug mit einem Bauzug kollidierte, wodurch mehrere Waggons entgleisten. Die aufwändige Bergung der Waggons ermöglichte erst jetzt einen vollständigen Überblick über das Ausmaß der Schäden.

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