
Durchsuchungen auch im Rhein-Erft-Kreis
Mit Durchsuchungen und Festnahmen sind Ermittler am frühen Dienstagmorgen (7. Oktober) auch in Köln und dem Rhein-Erft-Kreis gegen eine mutmaßliche Bande von Telefonbetrügern vorgegangen. Die Kriminellen sollen sich als Bankmitarbeiter ausgegeben und so insbesondere ältere Menschen um Geld gebracht haben. Es wurden insgesamt 25 Wohn- und Gewerbeobjekte durchsucht. Unter anderem in Dormagen, Düsseldorf, Köln und dem Rhein-Erft-Kreis. Laut Staatsanwaltschaft wurden fünf Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren festgenommen, ein sechster Beschuldigter sitzt schon wegen einer anderen Sache im Gefängnis.
Die Masche der international organisierten Gruppe soll es gewesen sein, ihren Opfern auffällige Bewegungen auf deren Bankkonten vorzugaukeln. Anrufer hätten den Betroffenen am Telefon vorgemacht, dass zur Kontrolle PIN-Nummer und EC-Karte benötigt würden - und die Karte gleich eingesammelt werde. Die Polizei hat nach eigenen Angaben mittlerweile eine Gruppe von 27 Tatverdächtigen mit unterschiedlichen Nationalitäten identifiziert, der 140 Betrugstaten in mehreren Bundesländern vorgeworfen werden. Die Höhe des Gesamtschadens belaufe sich auf mehr als 300.000 Euro.