Köln: Prozess - Mann soll Syrer eingeschleust haben
Veröffentlicht: Dienstag, 20.08.2024 15:06
Ein 27-jähriger Mann steht ab Mittwoch (21. August) in Köln vor Gericht, weil er an einem Schleusernetzwerk beteiligt gewesen sein soll. Das Netzwerk soll über mehrere Monate Syrer illegal nach Deutschland gebracht haben.

Scheusernetzwerk soll Syrer nach Deutschland geholt haben
Ab Mittwoch (21. August) steht ein 27-jähriger Mann vor dem Kölner Landgericht, weil er über mehrere Monate hinweg Syrer illegal nach Deutschland eingeschleust haben soll. Der Angeklagte wird verdächtigt, Teil eines Netzwerks zu sein, das syrische Staatsangehörige gegen Bezahlung aus der Türkei oder dem Libanon nach Deutschland gebracht haben soll. Laut Anklage betrieb der Syrer dazu zwei Reisebüros im Ausland, über die er Flugtickets für die illegalen Einreisen organisierte.
Ehemalige Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramtes beteiligt
Unterstützt wurde er dabei von einer ehemaligen Mitarbeiterin des Kölner Ausländeramtes. Diese soll Reisepässe mit gefälschten Aufenthaltsrechten ausgestellt haben, die es den Syrern ermöglichten, nach Deutschland zu fliegen. Während des Fluges sollen die gefälschten Dokumente vernichtet worden sein, sodass die Einreisenden bei ihrer Ankunft ihre echten syrischen Reisepässe vorlegten und Asyl beantragten. Die Komplizin des Angeklagten, die ehemalige Mitarbeiterin des Ausländeramtes, wurde bereits im vergangenen Jahr vom Kölner Landgericht zu einer Haftstrafe von über vier Jahren verurteilt.


