Asiatische Tigermücke: Gesundheitsamt warnt vor Rückkehr

In Kerpen-Brüggen wurde die Asiatische Tigermücke entdeckt. Obwohl seitdem keine neuen Funde gemeldet wurden, bleibt die Gefahr bestehen. 

© Rhein-Erft-Kreis

Eier der Tigermücke trotzen Frost und Trockenheit

In Kerpen-Brüggen wurde im vergangenen Herbst die Asiatische Tigermücke entdeckt. Seitdem sind keine weiteren Fundstellen bekannt geworden. Dennoch warnt das Kreisgesundheitsamt vor einem möglichen Comeback der Mücke. Die Eier der Asiatischen Tigermücke gelten als äußerst widerstandsfähig. Sie können selbst extreme Bedingungen wie Trockenheit und Frost überstehen. Das Gesundheitsamt bittet daher die Bürger in Brüggen und Umgebung um Mithilfe, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern.

Die Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in kleinsten, stehenden Gewässern ab. Dazu zählen beispielsweise Eimer, Gießkannen, Sandspielzeug oder Blumentopfuntersetzer. Diese sollten regelmäßig geleert und idealerweise umgedreht oder abgedeckt gelagert werden. Regentonnen sollten mit einem engmaschigen Netz lückenlos abgedeckt und Regenrinnen regelmäßig von Laub befreit werden.

Trotz der Vorsichtsmaßnahmen betont das Gesundheitsamt, dass aktuell keine Gefahr besteht. Zwar können Tigermücken gefährliche Krankheitserreger wie Dengue-Fieber oder das Zika-Virus übertragen, doch laut dem Robert-Koch-Institut ist dies in Deutschland bislang nicht vorgekommen.

200m Umkreis um die Fundstelle© Rhein-Erft-Kreis
200m Umkreis um die Fundstelle
© Rhein-Erft-Kreis

Typische Erkennungsmerkmale

· Tagsüber aktiv

· relativ klein (Körperlänge ca. 5 – 7 mm, mit Beinen sie nicht größer als ein Fünf-Cent-Stück)

· Weiße Streifen auf den Hinterbeinen, das letzte Beinglied ist immer weiß

· Eine silbrig-weiße Linie über Kopf und Rücken

· Zwei silbrig-weiße Tastwerkzeuge neben dem schwarzen Stechrüssel

Achtung! Verwechslungsgefahr mit anderen heimischen Mückenarten! Nicht jede Mücke mit Streifen ist eine Tigermücke. Allerdings hat keine heimische Art die exakte Zeichnung der Hinterbeine und einen weißen Beinabschluss.

Meldungen von verdächtigen Funden

Sollte der Verdacht auf die Asiatische Tigermücke bestehen, senden Sie bitte eine Meldung mit Ihrem Namen, einer Kontaktadresse, sowie dem genauen Fundzeitpunkt und Fundort an: tigermuecke@rhein-erft-kreis.de. Für Rückfragen und weitere Informationen steht das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises unter der genannten E-Mail-Adresse zur Verfügung.

Weitere Themen von Rhein und Erft


Weitere Meldungen