Zukunftscampus entsteht in Kerpen-Horrem
Veröffentlicht: Freitag, 06.02.2026 15:46
Kerpen-Horrem erhält einen neuen Zukunftscampus: Mit einer Förderung von rund 28 Millionen Euro wird das ehemalige Kloster Mater Salvatoris zum modernen Entwicklungs- und Integrationszentrum umgebaut. Das Projekt soll die regionale Transformation im Rhein-Erft-Kreis stärken und neue Perspektiven für Bildung, Integration und Fachkräftesicherung schaffen.

Förderbescheid für InnoQuartier Rhein-Erft offiziell übergeben
Am Donnerstag (5. Februar) hat der Rhein-Erft-Kreis einen bedeutenden Schritt für den Strukturwandel im Rheinischen Revier gemacht. Im ehemaligen Kloster Mater Salvatoris überreichte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, den Förderbescheid für das Projekt „InnoQuartier Rhein-Erft (IQREK)“ an Landrat Frank Rock.
Millionenförderung für den Strukturwandel
Die Fördermittel in Höhe von rund 28 Millionen Euro stammen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen und werden vom Bund sowie dem Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellt. Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf knapp 34 Millionen Euro. Mit dem Geld wird das historische Klostergebäude saniert und zu einem modernen Zentrum für Entwicklung, Integration und Beratung umgebaut.
Das InnoQuartier Rhein-Erft bringt verschiedene Einrichtungen zusammen, darunter das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland, das Heinrich-Meng-Institut, die Agentur für Arbeit, das Kommunale Integrationszentrum des Kreises, die Handwerkskammer zu Köln und das Jobcenter Rhein-Erft. Ziel ist es, einen zentralen Anlaufpunkt für persönliche Weiterentwicklung, Integration und berufliche Orientierung zu schaffen.
Angebote für Bildung und Integration
Das Zentrum setzt auf lebenslanges Lernen und bietet eine transparente Beratungsstruktur, die besonders Menschen mit komplexen Anliegen unterstützt. Eltern finden hier beispielsweise Ansprechpartner zu Themen wie Entwicklungsverzögerungen oder besonderen Begabungen ihrer Kinder. Die Kombination aus Beratungsräumen, Veranstaltungsflächen und offenen Arbeitsbereichen soll ein positives Lern- und Arbeitsumfeld schaffen.
Historisches Kloster wird modernisiert
Das Kloster Mater Salvatoris wird behutsam saniert und an moderne Anforderungen angepasst. Geplant sind unter anderem eine barrierefreie Erschließung, energetische Verbesserungen wie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage. Auch die Klosterkapelle wird umgebaut und künftig als Veranstaltungs- und Tagungsraum genutzt. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende Oktober 2028 vorgesehen.


