Schwimmende Solarmodule auf dem Hambacher See?

Bei uns im Kreis könnte ein gigantischer Solarpark mit 50 Millionen Solarmodulen entstehen. Ein Schweizer Solartechnikkonzern hat eine konkrete Idee zur Nutzung des Tagebaus Hambach nach dem Kohleausstieg vorgestellt.

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Das unvorstellbare: der Solarpark könnte den Berechnungen zufolge ungefähr so viel Strom erzeugen wie Kohlekraftwerke im Rheinischen Revier. Unsere Region könnte also Energieregion bleiben. Das Besondere an der Idee des Schweizer Unternehmens Meyer Burger: der Solarpark kann schwimmen. Wenn der Tagebau voraussichtlich 30 Jahre mit Wasser vollläuft, passen sich die Zellen dem Wasserstand an. Hergestellt werden müssen die Solarmodule wahrscheinlich in der Region. Das könnte nach Expertenmeinung bis zu 8.000 neue Arbeitsplätze schaffen - und den Mitarbeitern aus dem Tagebau vielleicht eine Perspektive bieten.

"SpeicherStadtKerpen"

Auch die Stadt Kerpen ist nicht untätig. Sie hat ein innovatives Energiekonzept für die Zeit nach der Braunkohle aufgelegt – zusammen mit dem Technologieriesen Siemens und dem Forschungszentrum Jülich. Hinter dem Namen „SpeicherStadtKerpen“ verstecken sich acht Teilprojekte, die zusammen eine gewaltige Anlage für erneuerbare Energien rund um den Tagebau Hambach bilden könnten. Die Stadt hat das Konzept bereits in einem Forschungs- und Förderantrag dem Land NRW vorgelegt. Ein Teilprojekt ist die EnergieArena. Dafür soll der komplette Tagebau auf weinbergähnlichen Terrassen mit Wald und Wiesen rekultiviert werden. Dazwischen Windräder, Photovoltaikanlagen und ein Pumpspeicherkraftwerk in einem See. 

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