Rhein-Erft: Städte zu Erlass in Sachen Elterntaxi
Veröffentlicht: Dienstag, 27.02.2024 06:50
Viele Städte im Rhein-Erft-Kreis begrüßen den Erlass vom NRW-Verkehrsministerium in Sachen Elterntaxi. Danach können die Kommunen jetzt Straßen vor Schulen für den Verkehr zeitweise sperren. Solche Maßnahmen sind aktuell aber in den meisten Städten im Kreis noch nicht geplant.

Denn viele Städte haben bereits eigene Aktionen, um für mehr Sicherheit auf den Schulwegen zu sorgen, heißt es. Zum Beispiel die „Schulweg–Helden“ in Elsdorf. Dort gibt es jeweils drei Treffpunkte für die Kinder, von denen aus sie dann gemeinsam zur Grundschule laufen und so kein Elterntaxi brauchen. In Brühl läuft bereits seit letztem Jahr ein Projekt an allen sieben Grundschulen. Dort sind pro Schule mindestens zwei Elterntaxi-Haltezonen geplant. Weil es immer wieder Konflikten mit Eltern im Auto gab, hat Kerpen diese Zonen bereits an diversen Grundschulen im Stadtgebiet eingerichtet. Sie sind so angelegt, dass die Autos jetzt nicht mehr direkt an den Schuleingängen vorbeifahren müssen, heißt es von der Stadt. Auch Bedburg hat solche Hol- und Bringzonen. Allerdings ist die Akzeptanz eher mittelmäßig. Viele Eltern würden ihren Kindern scheinbar die 200 Meter zur Schule nicht zutrauen, heißt es von der Stadt. Auch Erftstadt plant keine Schulstraßen, sondern versucht individuelle Lösungen für sichere Schulwege der Kinder zu entwickeln und Elternverkehre zu steuern, zum Beispiel mit Hol- und Bringzonen. Zuletzt wurde eine solche an der Donatusschule in Liblar eingeführt. Nach eigenen Angaben hat Erftstadt mit dieser Vorgehensweise bisher gute Erfahrungen gemacht. Als nächstes sei schwerpunktmäßig die Nordschule in Lechenich im Fokus (Fahrradwege, Überwege und Hol- und Bringzone).
Frechen plant Schulstraße
Anders sieht das in Frechen aus. Dort sollen die Sperrungen vor Schulen jetzt ausprobiert werden. Zum kommenden Schuljahr wird an der Lindenschule eine Schulstraßen auf Probe eingerichtet, hat der zuständige Ausschuss jetzt beschlossen. Jeweils zu Schulbeginn und -ende werden dann die Gisbertstraße und die Jägerstraße testweise für den Autoverkehr gesperrt. Ausnahmeregelungen für die Anwohner werden jetzt noch erarbeitet, heißt es von der Stadt. Außerdem sind Hol- und Bringzonen geplant. Akute Probleme mit Eltentaxis gibt es in Hürth laut der Stadt vor den Schulen zwar nicht. Das Thema wird aber auf der nächsten Stadtschulleiterkonferenz besprochen werden. Und auch in Bergheim macht sich die Verwaltung Gedanken über eine mögliche Umsetzung an den Schulen. Weil aber zum Beispiel Straßensperrungen auch erhebliche Herausforderungen mit sich bringen, brauche sie Stadt Zeit für die Planung.



