Prozess gegen 2 Ex-FC-Spieler wegen tödlicher Raserei

Ein tragischer Unfall auf der A555 bei Wesseling forderte im Dezember 2023 zwei Todesopfer: Mutter und Tochter kamen ums Leben, als ihr Auto nach einem Zusammenstoß explodierte. Zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln stehen ab Freitag (20. Februar) wegen des Vorfalls vor dem Kölner Landgericht.


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Prozessauftakt nach Unfall auf der A555 bei Wesseling

Vor dem Kölner Landgericht hat am Freitag (20. Februar) der Strafprozess gegen zwei ehemalige Spieler des 1. FC Köln begonnen. Die Anklage wirft den früheren Nachwuchsspielern unter anderem einen verbotenen Rennen mit Todesfolge vor. Bei Tempo 205 kollidierten die hochmotorisierten Autos laut Staatsanwaltschaft – eine Frau und ihre erwachsene Tochter starben.

„Ich bin tief bewegt, spüre große Verzweiflung und empfinde tiefe Schuld, die ich nie mehr loswerde*“ - das las ein Verteidiger im Namen seines Mandanten gleich zu Beginn vor. Sein Mandant wischte sich Tränen aus den Augen. Im vollbesetzten Gerichtssaal war das erste Mal ein leises Aufstöhnen zu hören. Denn im Zuschauerbereich saßen auch der Vater und der beste Freund der getöteten Studentin. Beide sagten, sie seien sehr angespannt, sehen das Verfahren aber auch als Chance, mit der Tragödie abzuschließen oder zumindest besser zu verarbeiten. Beide bestreiten aber, dass es ein Rennen war. Sie haben sich teils gegenseitig beschuldigt, den fatalen Fehler gemacht zu haben. Was aber auch deutlich geworden ist: Tempo 250, laute Musik, Snap-Videos aus dem Wagen, schnelle Spurwechsel – all das gehörte für die beiden damals 20 Jahre alten Männer eher zum Alltag. Bei der Verhandlung wurden einige Videos gezeigt, die von Beifahrern gemacht wurden, auch vom Unfall. Die Staatsanwaltschaft hat heute nochmal deutlich gemacht: Für sie ist das ein Rennen gewesen.

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