Marien-Hospital in Erftstadt soll erhalten werden
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.02.2026 13:30
Im Marien-Hospital Erftstadt-Frauenthal sorgt der Insolvenzantrag für Unsicherheit. Trotz technischer Verbesserungen stehen Managementprobleme und hohe Kosten im Fokus – eine entscheidende Gläubigerversammlung im Sommer könnte die Zukunft des Krankenhauses bestimmen.

Insolvenzverwalter informiert über aktuelle Entwicklungen
Der Insolvenzantrag für das Marien-Hospital in Erftstadt wurde kurz vor Weihnachten gestellt und hat viele Menschen in der Region überrascht. In der letzten Ratssitzung informierte der Insolvenzverwalter über den aktuellen Stand und betonte, dass ausschließlich die Stiftung als Trägerin des Krankenhauses betroffen ist.
Bis zum Sommer plant der Insolvenzverwalter, eine Lösung für das Marien-Hospital zu präsentieren. Dann soll auch die erste Gläubigerversammlung stattfinden.
Nach der Flutsanierung ist das Krankenhaus technisch gut ausgestattet. Die Schwierigkeiten liegen laut Insolvenzverwalter vor allem im Management: Es fehlt an einer klaren Finanzplanung und es gibt viele teure Leiharbeitskräfte. Obwohl Leiharbeit im Krankenhausbereich üblich ist, verursacht sie deutlich höhere Kosten als festangestelltes Personal. Die Gehälter der Beschäftigten sind bis Ende des Monats über das Insolvenzgeld gesichert. Die Zahl der Leihkräfte wurde inzwischen deutlich reduziert.
Ab Mai sollen verbesserte Abläufe und neue Budgetverhandlungen für mehr Einnahmen sorgen. Geplant ist unter anderem ein Parkraummanagement. Das Ziel bleibt laut Insolvenzverwalter weiterhin der Erhalt des Marien-Hospitals in Erftstadt-Frauenthal.


