Manheim-alt muss weg - Kartbahn kann bleiben

Der Hambacher Forst bleibt stehen und der Tagebau Hambach wird früher beendet. Deshalb muss RWE die Planung für die weitere Entwicklung komplett überarbeiten: Konsequenz: Manheim-alt muss nach jetziger Planung abgebaggert werden.

© RWE Power

Nach Angaben eines RWE-Sprechers sind erhebliche Abraum-Massen nötig, um die Böschungen standsicher zu machen, wenn der Tagebau Hambach nicht wie geplant ausgekohlt werden kann. Ähnliches gilt auch für den Übergang von der Sophienhöhe bis zum künftigen Tagebau-See. Um genug Masse zu haben, reicht der Abraum aus dem Tagebau nicht aus, deshalb muss RWE nach eigenen Angaben noch weitere Bereiche abbaggern. Aufgrund der Beschaffenheit der geologischen Schichten biete sich der Bereich östlich des Hambacher Forsts an, hier liegt Manheim-alt. Dagegen soll Morschenich-alt nach den bisherigen Plänen nicht abgebaggert werden. Auch der Hambacher Forst soll keine Insellage bekommen. Wie die Pläne letztendlich tatsächlich aussehen, ist noch klar. Diese Entscheidung fällt laut RWE erst im Rahmen der erforderlichen Genehmigungsverfahren.

Erftlandring ist gerettet

Die Schumacher-Kartbahn in Kerpen-Manheim bleibt erhalten. RWE will den Erftlandring jetzt doch nicht abbaggern. Das hängt mit dem Kohle-Beschluss und der Tatsache zusammen, dass der Hambacher Forst stehen bleibt. Die neuen Planungen von RWE sehen deshalb vor, den Restbereich der Steinheide innerhalb des heutigen Abbaubereichs nicht in Anspruch zu nehmen. Damit wäre die Kartbahn gerettet – das alles muss im Rahmen der Neuplanung des Tagebaus und der Rekultivierung aber noch geprüft werden, so RWE.

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