Köln: Kabelklau an Schnellladesäulen für E-Autos

In Köln häufen sich Fälle von Vandalismus an Schnellladesäulen für E-Autos. Immer mehr Ladestationen sind betroffen, doch die Täter haben es nicht auf Strom abgesehen. Die Folgen sind für Betreiber und Autofahrer gleichermaßen spürbar – und eine Lösung ist nicht einfach.

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Massiver Anstieg bei Kabeldiebstählen an E-Ladestationen

Köln erlebt einen deutlichen Anstieg von Diebstählen an Schnellladesäulen für Elektroautos. Laut Polizei wurden im vergangenen Jahr 66 Fälle von durchtrennten Ladekabeln registriert. Im Jahr zuvor waren es lediglich vier Fälle.

Nach Angaben der Stadt Köln sind etwa 80 Prozent der städtischen Schnellladesäulen bereits Ziel von Kabeldieben geworden. Besonders betroffen sind Schnelllader mit fest installierten Kabeln, da diese sich leicht durchschneiden lassen. Die Täter haben es auf das Kupfer im Inneren der Kabel abgesehen. Pro Kabel erzielen sie laut dem Betreiber TankE einen Erlös von etwa 50 bis 60 Euro. Für die Betreiber der Ladestationen entstehen jedoch Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro pro Fall.

Die Reparaturen dauern häufig mehrere Wochen, da jede Station nach dem Austausch der Kabel neu geeicht werden muss. In dieser Zeit bleiben die Ladepunkte außer Betrieb, was für E-Auto-Fahrer zu erheblichen Einschränkungen führt.

Um die Diebstähle einzudämmen, testen Stadt, Polizei und Betreiber derzeit stabilere Kabel und weitere Schutzmaßnahmen. Eine flächendeckende Videoüberwachung ist aus Datenschutzgründen jedoch kaum möglich.

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