Jecke Sitzungen: Gags über Politik eher unerwünscht

Auf Karnevalssitzung wollen die Menschen in diesem Jahr feiern und dem Alltag entfliehen - Gags zur Bundespolitik kommen dagegen nicht besonders gut an. Bei Sticheleien gegen Merz & Co. sei das Pulikum eher genervt, sagt Guido Cantz - einer der gefragtesten Redner im Karneval bei uns.

© Guido Cantz

Komiker analysiert Stimmung bei seinen Auftritten

Das Publikum im Karneval ist dieses Jahr von Witzen über die Bundespolitik eher genervt. Das hat zumindest Guido Cantz festgestellt, einer der gefragtesten Redner im Karneval bei uns. Letztes Jahr, als der Karneval mit dem Bundestagswahlkampf zusammenfiel hatte Cantz noch ganz viel Politik im Programm gehabt. Jetzt seien die Leute bei Witzen aus dem Bereich genervt.

Der Komiker vermutet, dass die Menschen enttäuscht sind, weil es nach dem Ende der Ampelregierung kaum besser geworden ist. Statt dessen wolle das Publikum bei den Sitzungen eher Ablenkung vom Alltag. Sie hätten ganz viel Lust zu feiern, aber in erster Linie als Flucht aus dem täglichen Wahnsinn, sagt Cantz. Gut laufen ihm zufolge Themen, die nicht direkt mit Politik zu tun haben, wie der Gelsenkirchener Sparkassen-Einbruch. In Köln kämen auch Witze gut an, die sich über die Kölner Olympia-Bewerbung lustig machen: Nach dem Motto, wir reden seit 20 Jahren über einen Wasserbus über den Rhein, und jetzt trauen wir uns plötzlich Olympische Sommerspiele zu.

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