Gastrobranche im Rhein-Erft-Kreis unter Druck

Viele Menschen im Rhein-Erft-Kreis haben sich günstigere Restaurantbesuche erhofft – doch daraus wird wohl nichts. Die gesunkene Mehrwertsteuer wird die Restaurants entlasten, aber nicht die Preise senken.

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Keine Preissenkung trotz gesunkener Mehrwertsteuer

Restaurantbesuche im Rhein-Erft-Kreis werden trotz der gesunkenen Mehrwertsteuer nicht günstiger. Die Steuererleichterung soll vor allem die Gastronomiebranche entlasten und nicht direkt den Verbrauchern zugutekommen. Die Gastronomen im Rhein-Erft-Kreis kämpfen weiterhin mit steigenden Kosten für Lebensmittel, Energie und den Mindestlohn. Laut Branchenvertretern schafft die Steuersenkung zwar finanzielle Spielräume, hilft jedoch eher dabei, die Preise stabil zu halten, anstatt sie zu senken. Georg Frey vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband im Rhein-Erft-Kreis bestätigt, dass der gestiegene Mindestlohn die Betriebe vor große Herausforderungen stellt. Die Schere zwischen Lohnforderungen und den Budgets der Betriebe sei trotz der Steuererleichterung weiterhin zu groß.

Fachkräftemangel und Engpässe

Zusätzlich haben viele Betriebe Schwierigkeiten, Fachpersonal zu finden und kämpfen immer wieder mit Engpässen. Die gestiegenen Mindestlöhne verschärfen diese Situation weiter, so Frey. Die gesunkene Mehrwertsteuer ermöglicht es den Betrieben jedoch, stärker in das eigene Personal zu investieren und die Mitarbeiter langfristig an sich zu binden.

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