Frechen: Stadt sucht neue Wege für bezahlbaren Wohnraum

Frechen setzt sich weiterhin für bezahlbaren Wohnraum ein. Trotz des Scheiterns des Baulandmodells im Stadtrat verfolgt die Stadt individuelle Lösungen mit Investoren, um neue Wohnungen zu schaffen. Besonders im Fokus stehen die Baugebiete Rhenania-West und Grube Carl.

© Radio Erft / Symbolbild

Individuelle Vereinbarungen statt starrer Quoten

In Frechen hat der Stadtrat zwar das Baulandmodell abgelehnt, die Stadt Frechen will dennoch weiterhin bezahlbaren Wohnraum ermöglichen und setzt dabei auf individuelle Vereinbarungen mit Investoren. Ziel ist es, bei jedem Bauprojekt passende Lösungen zu finden, um den Bedarf an günstigen Wohnungen zu decken.

Nach Angaben der Stadt betrifft das unter anderem die kommenden Bauleitverfahren für die Flächen Rhenania-West und Grube Carl. Ursprünglich sollte das Baulandmodell dafür sorgen, dass bei privaten Bauprojekten ein bestimmter Anteil der Wohnungen öffentlich gefördert wird. Die vorgesehenen Quoten wurden jedoch mehrfach reduziert. Zuletzt war geplant, 25 Prozent der neuen Wohnungen als geförderten Wohnraum zu schaffen.

Mit 26 zu 19 Stimmen lehnte der Stadtrat diese Regelung ab. Die Mehrheit befürchtete, dass zu strenge Vorgaben Investoren abschrecken könnten. Denn zu den Kritikern des Baulandmodells hat auch der Investor des Rhenania Quartiers auf dem Keramo-Gelände gehört. Er hatte angekündigt, das Projekt zu kippen, wenn es aufgrund der Regelung nicht mehr wirtschaftlich wäre.

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