Rhein-Erft: Weniger Straftaten und höhere Aufklärungsquote

Im Gegensatz zum landesweiten Trend und auch in Köln hat es im Rhein-Erft-Kreis im vergangenen Jahr weniger Straftaten gegeben. Laut aktueller Kriminalitätsstatistik registrierte die Polizei hier rund 33.000 Straftaten, das sind knapp fünf Prozent weniger als im Jahr davor.

© Radio Erft

Peter Kikulski ist der Leiter der Direktion Kriminalität bei der Rhein-Erft-Polizei. Für ihn ist die Kriminalität zwar immer noch viel zu hoch, aber er sieht auch positive Ansätze. Denn die Polizei konnte die Aufklärungsquote erheblich steigern. Sie liegt bei über 52 Prozent, und das ist der beste Wert seit rund 30 Jahren.

Insgesamt ist die Zahl der Straftaten im Bereich Rauschgift, Gewaltverbrechen und Sexualdelikten gesunken. Dagegen hat es mehr Fälle von Straßenkriminalität und mehr Wohnungseinbrüche gegeben. Laut Peter Kikulski waren es knapp 830 Fälle, ein Plus von rund 25 Prozent. Das sei zwar viel, aber noch weit entfernt von den Zahlen aus dem negativen Spitzenjahr 2016, so Kikulski im Radio-Erft-Interview. Denn damals waren es gut doppelt so viele Wohnungseinbrüche wie 2023. Aber es zeige sich jetzt deutlich, dass nach Corona wieder die reisenden Täter unterwegs seien.

Aufgrund der steigenden Zahlen zieht die Polizei Konsequenzen. In diesem Jahr will sie vor allem den Kampf gegen die Wohnungseinbrüche verstärken. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind die Bekämpfung von sexuellem Missbrauch und Kinderpornographie sowie gegen Straftaten, die politisch oder religiös motiviert seien. Hier unterstütze die Rhein-Erft-Polizei die Kollegen aus Köln und dem Landeskriminalamt, heißt es.

Weitere Meldungen