Rhein-Erft: Gastronomie sucht weiter händeringend Personal
Veröffentlicht: Dienstag, 03.05.2022 06:00
Die Gastwirte an Rhein und Erft haben weiter Schwierigkeiten, ausreichend Personal zu finden. Das sagt der Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes im Kreis. Ihm zufolge fehlen allein hier rund tausend Fachkräfte.

Einen Teil könnten ukrainische Geflüchtete abfedern, wenn die Bürokratie nicht wäre, beklagt der Dehoga-Sprecher. Mehrere Kollegen hätten ihm berichtet, dass es Schwierigkeiten bei der Arbeitserlaubnis gebe. Deshalb könnten noch keine Ukrainer eingesetzt werden, obwohl beide Seiten es wollen. Der Fachkräftemangel im Gastgewerbe kann aber keineswegs nur mit den Kriegsflüchtlingen gelöst werden. Deshalb schalten Betriebe immer häufiger Anzeigen auch um Ausland, um Personal zu finden. Aber auch hier braucht es wegen bürokratischer Hürden Zeit, bis die potentiellen Arbeitskräfte den ersten Euro verdienen. Die neuen Mitarbeiter brauchen eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis sowie eine Wohnung. Das zu organisieren dauere oft sehr lang, klagt der Dehoga-Sprecher. Das neue Personal wird meist erst in der Küche eingesetzt und kann mit zunehmenden Arbeitserfahrungen und Deutschkenntnissen weitere Aufgaben übernehmen.


