Region: Weiterer Castor-Behälter hat Jülich verlassen

In der Nacht ist der dritte Transport mit hochradioaktivem Atommüll sicher im Zwischenlager Ahaus angekommen. Trotz vereinzelter Proteste verlief die Fahrt der Castor-Behälter aus Jülich am Rhein-Erft-Kreis vorbei ohne größere Zwischenfälle.

© Linkedin: JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH

Einer der größten Castor-Transporte seit Jahrzehnten

Der dritte Transport von hochradioaktivem Atommüll aus Jülich in unserem Nachbarkreis Düren ist in der Nacht auf Mittwoch ohne Zwischenfälle verlaufen. Der Schwerlasttransport mit einem Castor-Behälter erreichte in der Nacht das Zwischenlager in Ahaus. Parallel dazu gab es auch diesmal mehrere Protestaktionen in Jülich und Ahaus, vor allem in Jülich war die Zahl der Teilnehmer aber nach Polizeiangaben gering. Aktivisten berichteten in einem Liveblog, dass sie in Jülich nach der Mahnwache „kurzzeitig und recht ruppig“ in Gewahrsam genommen wurden. Die Polizei bestätigte danach die Feststellung der Personalien, weil sich die Atomkraftgegner am Zaun eines Privatgeländes auffällig verhalten haben sollten.

Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter mit Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich nach Ahaus gebracht werden. In der Summe handelt es sich damit um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. 

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