Rhein-Erft: Rollt wieder ein Castor-Transport vorbei?

Atomkraftgegner in der Region bereiten wieder Proteste vor - sie erwarten, dass am Dienstagabend zum dritten Mal ein Castor-Transport von Jülich in unserem Nachbarkreis Düren ins Münsterland stattfindet.

© JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen

Radioaktiver Müll in 150 Behältern

Am Dienstagabend könnte der dritte Castor-Transport am Rhein-Erft-Kreis vorbeirollen. Das hochradioaktive Material soll stark gesichert mit einem Polizei-Großaufgebot vom Forschungsreaktor in Jülich ins Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden. Atomkraftgegner bereiten an mehreren Orten Proteste und Mahnwachen vor. Eine offizielle Bestätigung für den geplanten Transport gibt es nicht, aber das war bei den letzten beiden Malen auch so.

In den Castor-Behältern aus Jülich sind tennisballgroße Brennelemente aus einem Versuchsreaktor. Insgesamt sind es fast 300.000 Kugeln, verteilt auf rund 150 Castoren – und sie alle sollen nach Ahaus.

Die Brennstoffe in den Kugeln geben weiterhin radioaktive Strahlung ab und wären außerhalb der Castor-Behälter hochgefährlich. In jeden Behälter passen maximal 1.900 Kugeln, die insgesamt rund zwei Kilogramm Brennstoff enthalten. Ein beladener Castor-Behälter wiegt rund 27 Tonnen, ein Sattelzug mitsamt einem vollen Behälter knapp 130 Tonnen.

Hintergrund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht, das Zwischenlager in Jülich zu räumen, weil eine Erdbebensicherheit dort nicht nachgewiesen werden konnte.

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