Marien-Hospital Erftstadt soll an Investor verkauft werden
Veröffentlicht: Dienstag, 17.02.2026 13:55
Der Insolvenzantrag des Marien-Hospitals in Erftstadt-Frauenthal hat kurz vor Weihnachten viele überrascht. Nun steht fest: Das Krankenhaus soll an einen Investor verkauft werden. Der Sozialausschuss des Rhein-Erft-Kreises beschäftigt sich am Mittwochabend (18. Februar) mit dem Thema.

Sozialausschuss berät über Zukunft des Marien-Hospitals
Der Insolvenzantrag für das Marien-Hospital in Erftstadt-Frauenthal kurz vor Weihnachten hat viele Menschen überrascht. Wie geht es jetzt weiter mit dem Krankenhaus? - Nachdem sich bereits der Rat der Stadt Erftstadt mit dieser Frage beschäftigt hat, folgt am Mittwochabend der Sozialausschuss des Kreises.
Der Insolvenzverwalter hat dem Rhein-Erft-Kreis auf eine Anfrage des BSW geantwortet, und danach ist klar, dass das Marien-Hospitals an einen Investor verkauft werden soll. Denn nach seinen Angaben erscheint der Erhalt des Hauses unter der bisherigen Struktur der Stiftung nahezu ausgeschlossen.
Laut Insolvenzverwalter steht das Haus nach der Flutsanierung technisch gut da. Die Probleme lägen vielmehr im Management, unter anderem bei fehlender Finanzplanung und sehr vielen teuren Leiharbeitskräften. Leiharbeit ist im Krankenhausbereich zwar üblich, aber deutlich teurer als festangestelltes Personal.
Die Gehälter der Beschäftigten sind bis Ende des Monats über das Insolvenzgeld gesichert, die Zahl der Leihkräfte wurde inzwischen deutlich reduziert. Ab Mai sollen bessere Abläufe und neue Budgetverhandlungen für mehr Einnahmen sorgen, unter anderem ist ein Parkraummanagement geplant.
Der Insolvenzverwalter sieht nach eigenen Angaben gute Chancen, das Krankenhaus bei professioneller Führung dauerhaft erhalten zu können.


