Köln: Woelki muss vor Gericht

In dem Rechtsstreit zwischen Kardinal Woelki und der Bild-Zeitung muss Woelki demnächst in einem presserechtlichen Verfahren vor Gericht aussagen. Das hat das Landgericht Köln jetzt beschlossen.

© Erzbistum Köln (c) Jo Schwartz

Ein Termin dafür steht allerdings noch nicht fest. Hintergrund ist die Beförderung eines umstrittenen Pfarrers zum stellvertretenden Stadtdechanten von Düsseldorf. Der Pfarrer hatte Jahre zuvor Sex mit einem 16-jährigen Prostituierten gehabt, außerdem gab es Missbrauchsvorwürfe gegen ihn. Die Bild-Zeitung hatte geschrieben, dass Woelki bei der Ernennung des Pfarrers dessen Personalakte gekannt und von einer Warnung der Polizei gewusst hatte. Woelki bestritt das und gab eine eidesstattliche Versicherung ab. Er habe nur von dem Kontakt zu dem Prostituierten und weiteren Gerüchten gehört. Das Gericht hatte in dem Prozess unter anderem die ehemalige Sekretärin von Woelkis Vorgänger Meisner gehört. Sie hatte ausgesagt, dass sie schon 2011 mit dem damaligen Weihbischof Woelki über Vorwürfe gegen den Priester geredet habe.Nach der Aussage der Zeugin leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Woelki wegen des Verdachts der falschen eidesstattlichen Versicherung ein.

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