Großbrand in Hürth: Jetzt konnte Schaum eingesetzt werden

Riesige Rauchsäule über Hürth-Kalscheuren: seit Montagmittag brennen zwei Lagerhallen. Und immer noch sind über 100 Kräfte mit Löscharbeiten beschäftigt. Anwohner werden aufgefordert, wegen des Geruchs und Rauchniederschlag Fenster und Türen geschlossen zu halten. Klimaanlagen sollten ausgestellt werden.

© Feuerwehr Hürth

Dichte Rauchsäule über Kalscheuren

Die Feuerwehr kommt mit den Löscharbeiten an den beiden Lagerhallen in Hürth-Kalscheuren voran. Inzwischen habe man die Flammen so weit mit Wasser bekämpft, dass die Hitze nicht mehr so groß sei, sagte ein Sprecher. Daher habe man dort jetzt großflächig Löschschaum verteilen können. Rund 100 Einsatzkräfte sind immer noch vor Ort, das Team wurde in der Nacht komplett durch frische Kräfte ersetzt. Außerdem hatte sich der Wind gedreht, so dass Rauch und Gestank nicht mehr Richtung Kölner Süden sondern nach Hermülheim zogen. Anwohner dort sollten Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungsanlagen abschalten. Die Einsatzkräfte führen die ganze Zeit Messungen durch, bisher waren die Rauchgase laut Feuerwehr nicht gesundheitsbedenklich. Mitarbeiter vom THW sind dabei, die Wände der beiden Lagerhallen mit schwerem Gerät abzureißen und die brennenden Stücke weg vom Brandort zu schaffen. Dort werden sie dann gelöscht. Ein Sprecher rechnet damit, dass sie noch mindestens bis zum Mittag beschäftigt sind, Vermutungen zur Brandursache gibt es noch nicht.

In den beiden Hallen hatte ein Versandhändler Spielzeug und Verpackungsmaterial wie Kartons und Folie gelagert. Zwischenzeitlich waren am Montag mehr als 270 Kräfte vor Ort im Bereich „An der Hasenkaule“, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Schon während dessen stürzten Teile der lichterloh brennenden Hallen ein. Die Einsatzkräfte schafften es, dass die Flammen auf keine angrenzenden Gebäude übersprangen. Im Einsatz waren nicht nur Leute der Feuerwehr Hürth, sondern auch Kräfte aus Brühl, Wesseling, Erftstadt, Frechen, Kerpen und Köln. Verletzt wurde niemand.

© Radio Erft
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