Schwarzlohn-Prozess gegen Sicherheitsfirma in Hürth startet
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.03.2026 09:53
In Köln startet am Freitagmorgen ein Gerichtsprozess gegen zwei Verantwortliche eines Hürther Sicherheitsunternehmens. Ihnen wird vorgeworfen, jahrelang Leiharbeiter am Staat vorbei bezahlt zu haben. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Euro.

Gericht befasst sich mit möglichem Schwarzlohn-System in Hürth
Weil sie über Jahre Leiharbeiter ganz oder teilweise schwarz bezahlt haben sollen, beginnt am Freitagmorgen ein Prozess gegen zwei Angeklagte. Der Mann und die Frau sollen als Kopf eines Hürther Sicherheitsunternehmen mit anderen Unternehmen aus der Branche gemeinsame Sache gemacht haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, dass sie ein System mit anderen Firmen aufgebaut haben sollen, um Löhne an den Behörden vorbei auszuzahlen. Den Sozialkassen soll dadurch ein Schaden von fast 900.000 Euro entstanden sein.
Die Frau soll als formelle Geschäftsführerin den mitangeklagten Mann unterstützt haben. Das Gericht rechnet mit einem längeren Prozess. Bis Ende Juni sind 24 Verhandlungstage angesetzt.


