
Staatsschutz in Köln ermittelt
Nach den Vorfällen rund um den St.-Martinszug in Brühl-Heide ist bei der Kreis-Polizei jetzt Anzeige erstattet worden. Ermittelt wird wegen des Anfangsverdachts der Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen, und deshalb hat jetzt der Staatsschutz in Köln übernommen, heißt es von einer Sprecherin. Nach dem Martinszug am Montag (3. November) hatte es große Aufregung in den sozialen Medien gegeben. Denn bei dem Laternenzug sollen freiwillige Ordner angegriffen worden sein, als sie mit ihren Autos und Wohnmobilen das Dorf für den Umzug abgesperrt hatten. Die Rede ist von Beschimpfungen durch ungeduldige Autofahrer – dabei soll auch ein Nazi-Gruß gezeigt worden sein.
Stadt Brühl reagiert
Bestürzung herrscht nach den Vorkommnissen auch bei der Stadt Brühl. Denn ohne Freiwillige gäbe es viele Feste nicht, heißt es von Bürgermeister Marc Prokop. Die Stadt dankt ausdrücklich allen Helfern des Martinszugs, die ruhig geblieben sind. Geplant ist jetzt ein Treffen mit den Gemeinschaften, um über mehr Schutz für Ehrenamtliche zu sprechen.
Bereits vor diesem Ereignis hat die Verwaltung Überlegungen angestellt, wie künftig Brauchtumsveranstaltungen in Fragen der Sicherheit unterstützt werden können. „Das ist leider auch eine Frage des Geldes“, so Bürgermeister Prokop, aber wir wollen gemeinsam mit dem Stadtrat prüfen, wie wir unsere Ehrenamtlichen der Dorf-, Orts- und Bürgergemeinschaften künftig besser unterstützen und schützen können.“