Zurück nach Afrika: Das Raubkunst-Game «Relooted»

Screenshot vom Spiel «Relooted»
© Nyamakop/dpa-tmn

Spiel der Woche

Berlin (dpa/tmn) - Ist das Diebstahl oder Gerechtigkeit? In «Relooted» stiehlt eine Gruppe versteckte afrikanische Artefakte aus Museums-Magazinen und Privatsammlungen in Europa, um sie an ihren Ursprungsort zurückzubringen. Also ein Heist-Game mit aktuellem Raubkunst-Hintergrund.

Zeitlich ist das Spiel in der nahen Zukunft angesiedelt. Die Spielwelt ist optisch - sagen wir - afrofuturistisch gehalten: Mit Hologrammen und Kraftfeldern, aber auch mit traditionellen Mustern und Materialien. Darin bewegt sich Nomali, eine Parkour-Künstlerin. Sie wird von ihrer Großmutter angeworben, um all jene versteckten historischen Stücke aus Museen und privaten Kollektionen zurück auf den afrikanischen Kontinent zu bringen, die nicht Teil der offiziellen Raubkunst-Rückführungen sind.

70 echte Artefakte, inspiriert von realen Kunstwerken

Die Artefakte im Spiel hat das südafrikanische Entwicklerteam von Nyamakop tatsächlich existierenden Kunstwerken in europäischen Museen nachempfunden. 70 Stück sind es an der Zahl. Dazu kann man sich auch mehr Informationen geben lassen: Von wo und wann stammen sie und was ist ihr historischer Hintergrund?

Diese Infos bekommt man in der ersten Phase der Missionen, der Teambesprechung. Dann geht es über in die Planungsphase: Das Spiel ist zunächst ein 2D-Sidescroller. Zunächst müssen die Routen durch die Gebäude geplant werden – zunächst zum Artefakt hin, dann der Fluchtweg aus dem Gebäude heraus. In dieser Phase ist das Game wie ein Puzzle: Schalter müssen belegt und Türen mit Tischen offengehalten werden, damit der Rückzug glückt.

Flucht unter Zeitdruck - das ist der Action-Teil des Games

Wenn jeweils das Artefakt eingesammelt ist, beginnt der Alarm und damit die Flucht. Das ist dann der Action-Teil des Games: Nomali sprintet über diverse Hindernisse, schwingt an Kronleuchtern und durchbricht Fenster, um in einem Rennen gegen die Zeit zum Fluchtpunkt zu kommen.

Mit der Zeit werden die Planungen schwieriger und die Fluchtwege komplexer. Auch neue Charaktere, die Nomali unterstützen, kommen hinzu.

Die verschiedenen Phasen bringen einige, willkommene Abwechslung in «Relooted», auch wenn die Geschichte an sich und die Charaktere das stärkere Argument sind, sich das Game zu holen. Es ist ab sechs Jahren (USK) freigegeben, für PC und Xbox Series erhältlich und kostet rund 15 Euro.

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Screenshot vom Spiel «Relooted»
Nomali gibt Hackengas: Die Flucht nach jedem Artefakt-Raub ist der Action-Teil des Spiels.© Nyamakop/dpa-tmn
Nomali gibt Hackengas: Die Flucht nach jedem Artefakt-Raub ist der Action-Teil des Spiels.
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Screenshot vom Spiel «Relooted»
In der Planungsphase eines Raubs präsentiert sich «Relooted» als 2D-Sidescroller. © Nyamakop/dpa-tmn
In der Planungsphase eines Raubs präsentiert sich «Relooted» als 2D-Sidescroller.
© Nyamakop/dpa-tmn
Screenshot vom Spiel «Relooted»
Briefing-Time: Infos zu jedem Artefakt gibt es vorab in der Teambesprechung.© Nyamakop/dpa-tmn
Briefing-Time: Infos zu jedem Artefakt gibt es vorab in der Teambesprechung.
© Nyamakop/dpa-tmn
Screenshot vom Spiel «Relooted»
Fluchtplan in «Relooted»: Der Weg raus ist natürlich ebenso wichtig wie der Weg rein.© Nyamakop/dpa-tmn
Fluchtplan in «Relooted»: Der Weg raus ist natürlich ebenso wichtig wie der Weg rein.
© Nyamakop/dpa-tmn

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