Weiche beschädigt: Verspätung auf wichtiger ICE-Strecke

Rotes Signal
© Oliver Berg/dpa

Bahn

Minden (dpa) - Ein aus den Gleisen gesprungener Güterzug sorgt für massive Behinderungen im Fernverkehr der Bahn zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover. ICE- und IC-Verbindungen etwa von Düsseldorf über Hannover nach Berlin müssen laut Bahn weiträumig umgeleitet werden. Dadurch seien die Züge etwa eine Stunde länger unterwegs. Außerdem könnten Fernzüge durch die Umleitung nicht in Minden, Herford, Bielefeld und Gütersloh halten.

Am späten Dienstagabend sei in Minden in Westfalen der Waggon eines Güterzugs an einer Weiche aus den Schienen gesprungen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Mit viel Glück sei der Waggon an der nächsten Weiche aber wieder auf die Schienen zurückgesprungen, so dass letztlich nichts Schlimmeres passiert sei.

Allerdings sei die Weiche dabei beschädigt worden, so dass im Moment keine Züge auf dem Abschnitt fahren könnten, sagte eine Bahn-Sprecherin. Wie schnell die Störung behoben werden könne, sei noch unklar. Hinweise auf Sabotage oder Vandalismus gebe es nicht, betonten Polizei und Bahn.

Störung auch im Regionalverkehr

Die Sperrung hat Auswirkungen auch auf die ICE-Strecke von Berlin nach Amsterdam. Die Züge müssten über Bremen umgeleitet werden, teilte die Bahn mit. Dadurch dauere die Fahrt 70 Minuten länger. Außerdem könnten die Bahnhöfe Minden, Bad Oeynhausen und Bünde nicht angefahren werden.

Der Regionalverkehr rund um Minden war ebenfalls stark beeinträchtigt. Auf den Linien RE6, RE60, RE78 und RE70 komme es zu Ausfällen und Verspätungen. Zwischen Minden und Hannover sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Bahn riet Reisenden, vor der Fahrt in der Online-Fahrplanauskunft ihre Verbindung zu prüfen.

© dpa-infocom, dpa:260429-930-7334/2

Weitere Meldungen