Rhein-Erft: Reiserückkehrer im Info-Dschungel

Nachdem Deutschland große Teile von Holland zu Risikogebieten erklärt hat, sind vermehrt Urlauber aus dem Rhein-Erft-Kreis von Quarantäne und Tests betroffen. Und dabei zeigt sich: die Informationslage ist extrem unübersichtlich und teils auch widersprüchlich.

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Einige Radio-Erft-Hörer berichten, dass sie beim Gesundheitsamt nicht durchkommen und von Hausärzten abgewiesen wurden. Wer in einem Risikogebiet in Urlaub war, muss sich beim Gesundheitsamt melden und für 14 Tage in Quarantäne – erst ein negativer Corona-Test kann die vorzeitig beenden. Aber wie komme ich an einen Test? Das Kreisgesundheitsamt verweist die Bürger an die Hausärzte - aber die sind dazu nicht verpflichtet. Der Sprecher der Kassenärzte im Kreis sagt dazu: man kümmere sich in erster Linie um die kranken Patienten. Die Menschen ohne Symptome wie Urlauber, Lehrer und Kita-Personal teste man nur so, wie man es schaffe. Und viele Kollegen seien da am Limit. Erschwerend kommt hinzu: Auch die Ärzte sind nicht immer auf dem aktuellsten Informationsstand, weil sich die Gesetzeslage im Moment ständig ändert.  Alternativ können Betroffene auch zu dem Testzentrum der Kreisverwaltung in Kerpen gehen oder zu einem der privaten Einrichtungen, die es zum Beispiel in Pulheim und Köln gibt. Weitere Infos dazu gibt es HIER und HIER.

Hunderte Anrufe bei der Kreis-Hotline

Die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes ist vor allem montags gefragt. Dann rufen dort bis zu 600 Leute an. An den anderen Werktagen sind es 250 bis 350. Laut Kreis geht es oft um Corona-Tests und Quarantäne. Im Schnitt seien rund die Hälfte aller Anrufer Reiserückkehrer. Von einer spürbaren Überlastung der Hotline oder Beschwerden von Anrufern weiss die Kreisverwaltung nach eigenen Angaben nichts.

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