Region: Behörden gehen gegen Kinderpornographie im Netz vor
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.03.2023 11:36
Polizei und Landeskriminalamt durchsuchen am Mittwochvormittag unter anderem im Rhein-Erft-Kreis und Köln Wohnungen. Es geht um Kinderpornografie. Laut Mitteilung gehen die Behörden mit dieser konzentrierten Aktion gegen 35 Beschuldigte vor.

Sie sollen über einen Messenger-Dienst Fotos und Videos mit kinderpornografischen Inhalten ausgetauscht haben. Das habe funktioniert wie eine Online-Musiktauschbörse, nur dass es um schwerste Missbrauchsdarstellungen gegangen sei. Festnahmen habe es nicht gegeben, die mehr als 500 Datenträger müssen jetzt ausgewertet werden. Die Hinweise kamen aus den USA: die großen Internetunternehmen dort scannen ihren Datenverkehr auf Kinderpornografie und geben die Treffer weiter.
„Die Tatsache, dass Missbrauchsabbildungen auch über ganz gewöhnliche Messenger-Dienste geteilt werden, zeigt das Ausmaß des Problems von Kinderpornografie im Netz auf", erläutert Markus Hartmann, Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen. "Wir werden daher unsere konsequente Verfolgungsstrategie ungemindert fortsetzen, mit Aktionstagen wie dem heutigen und vielen anderen Maßnahmen."


