Nachhaltigkeit: So könnt ihr auch im Büro die Umwelt schonen

Im Büroalltag gibt es verschiedene Möglichkeiten, CO2-Emissionen einzusparen. Allein das Ausschalten eines PC-Bildschirms könne schon etwas bewirken.

Heutzutage kümmern sich immer mehr Menschen in ihren privaten Haushalten darum, einen Beitrag zu leisten, damit es unserer Umwelt besser geht. Das geht auch am Arbeitsplatz und in den Büros. Umweltexperte Jan Paul Lindner hat uns ein paar Tricks verraten.

Auf Recyclingpapier zurückgreifen

Es geht geht schon beim Drucken los. "Wenn es geht, würde ich immer Recyclingpapier dem normalen, weißen Kopierpapier vorziehen", sagt Jan Paul Lindner von der Hochschule Bochum. Er ist Forscher für Nachhaltigkeit im Ingenieurwesen an der Hochschule Bochum.

Zwar rette man damit nicht die Welt, dennoch sei jede Seite Recyclingpapier "für etwa ein Sechstel oder Siebtel weniger Treibhausgas-Emissionen verantwortlich", wenn man es mit dem sogenannten Primärpapier vergleiche.

Das Drucken an sich sei schon ein großer Stromfresser - auch im Standby-Modus. "Es ist in vielen Büros nicht nötig, mehr als einen Drucker im Raum zu haben, wenn sie kaum gebraucht werden", erklärt Lindner.

Mikrowellen und Filterkaffee effizient

Lindner weist darauf hin, dass es aus seiner Sicht deutlich effizienter sei, "Filterkaffee" zu kochen, statt einzelne Tassen mit Tabs zu nutzen. Desweiteren halte er es für sinnvoll, Mikrowellen in Büroküchen zu nutzen. "In fünf Minuten wird das Essen heiß aufbereitet. Das ist besser, als etwas für über 30 Minuten auf einem Herd köcheln zu lassen", sagt er.

Wie viele Lampen sind wirklich nötig?

Zum Einsparen einiger CO2-Emissionen kann auch die reduzierte Beleuchtung in den Gebäuden führen. Lindner findet, dass zusammen mit Arbeitskollegen die passende Beleuchtung abgestimmt werden sollte: "Vielleicht bleiben müssen dann einige Lampen gar nicht erst eingeschaltet werden."

Er rät im Übrigen dazu, Leuchtstofflampen bzw. -röhren zu benutzen. "Die sind die cleverste Lösung, wenn es um Helligkeit am Arbeitsplatz geht."

Immer den Bildschirm ausmachen

Für Lindner seien zudem laufende Computer ein Dorn im Auge. "Das muss nicht sein." Obwohl die eventuell im Laufe des Tages doch genutzt werden, fressen sie unnötig Strom - vor allem wenn dann auch noch die Bildschirme an seien.

Der Nachhaltigkeitsforscher im Ingenieurwesen rechnet vor: "Wenn der Bildschirm an laufenden PCs abgeschaltet wird, könnte im Betrieb unter der Woche umgerechnet ein Kilogramm CO2 eingespart werden."

Und das wirklich ohne große Mühe. Würden sich in Deutschland und auf der Welt ein Großteil der Menschen daran halten, dann könnte laut Lindner "ein Kernkraftwerk" schon überflüssig sein.

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