Mindestens 15 Tote bei Flugzeugunglück in Bolivien
Veröffentlicht: Samstag, 28.02.2026 11:43

Notfälle
El Alto (dpa) - Bei einem Flugzeugunglück in Bolivien sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Die Militärmaschine der bolivianischen Luftwaffe sei bei der Landung von der Piste abgekommen und vollständig zerstört worden, berichtete unter anderem die Tageszeitung «El Deber» unter Berufung auf die Feuerwehr. Dutzende Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden.
Wie das bolivianische Verteidigungsministerium mitteilte, transportierte das abgestürzte Flugzeug Geld. Es weise jedoch keine offizielle Nummerierung oder Seriennummer auf und habe daher keinen gesetzlichen oder kommerziellen Wert. «Das Sammeln, der Besitz oder die Verwendung dieses Geldes stellt eine Straftat dar», hieß es in der Mitteilung.
Festnahmen von Plünderern
Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich dem Unglücksort nicht zu nähern. Zuvor hatte sich dort eine große Menschenmenge versammelt und versucht, Geldscheine an sich zu nehmen. Einsatzkräfte setzten lokalen Medienberichten zufolge Tränengas ein, um die Menge zu zerstreuen; mehrere Personen wurden demnach wegen Diebstahls festgenommen. Der Nationale Journalistenverband berichtete, Personen hätten Nachrichtenteams während der Berichterstattung über den Unfall mit ungewöhnlicher Gewalt angegriffen, um das transportierte Geld zu stehlen.
Wie die Zeitung «El Deber» berichtete, beschloss die Zentralbank von Bolivien die verbliebenen Banknoten zu verbrennen, um weitere Spannungen zu vermeiden.
Ursache noch unbekannt
Nach ersten Berichten wurden auch etwa 15 Fahrzeuge am Unglücksort beschädigt oder zerstört. «Unter den betroffenen Fahrzeugen befinden sich Kleinbusse, Privatwagen und sogar ein Sattelzug, die beim Absturz des Flugzeugs in der Gegend getroffen wurden. Einige Fahrzeuge wurden zu einem Haufen Schrott zerquetscht, und unter den Trümmern befinden sich Tote», zitierte «La Razón» den nationalen Feuerwehrdirektor Pavel Tovar.
Er schloss demnach nicht aus, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Die Ursache des Unglücks war zunächst unbekannt.



