Köln trotzt Hoffenheim in wildem Schlagabtausch 2:2 ab
Veröffentlicht: Samstag, 21.02.2026 17:31

Fußball-Bundesliga
Köln (dpa) - Der 1. FC Köln hat sich in einem turbulenten Spiel gegen die zuletzt formstarke TSG 1899 Hoffenheim einem Punkt erkämpft. Vor heimischem Publikum hielt die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok die Kraichgauer beim 2:2 (1:1) über weite Strecken gut in Schach und sicherte sich nach zuletzt zwei Niederlagen einen wichtigen Zähler auf der Mission Klassenverbleib. Das Team von Christian Ilzer bleibt trotz Remis weiterhin vorerst Tabellendritter.
Vor 49.600 Zuschauern im Kölner Stadion brachte Ragnar Ache (15.) den Bundesliga-Aufsteiger mit einem Traumtor früh in Führung. Doch Ozan Kabak (45.) und Andrej Kramaric (60.) drehten das Spiel zunächst zugunsten der Gäste, ehe Kölns Shootingstar Said El Mala (63.) für den Ausgleich sorgte.
Frühes Traumtor von Ache
Kwasniok, der die Partie als «absolute Herkulesaufgabe» eingeordnet hatte, plante nach dem 0:2 in Stuttgart zwei personelle Änderungen. El Mala ersetzte den Ex-Hoffenheimer Marius Bülter und Rav van den Berg erhielt den Vorzug vor Eric Martel. Nachdem aber Jan Thielmann das Aufwärmen wegen muskulärer Probleme hatte abbrechen müssen, rückte Martel doch in die Startelf. Die Gäste verzichteten nach dem 3:0 gegen Freiburg auf Wechsel.
Unter zunächst ein wenig Rauch über dem Spielfeld, nachdem Hoffenheimer Fans Pyrotechnik gezündet hatten, starteten beide Teams verhalten. Auf den Rängen herrschte wegen eines Reanimationsfalles Stille. Doch diese endete nach einer Viertelstunde abrupt: Ache schraubte sich nach einer eigentlich eher aussichtslosen Flanke von El Mala im Zentrum mit dem Rücken zum Tor in die Luft und erzielte per spektakulärem Fallrückzieher das 1:0.
Ausgleich kurz vor der Pause
Mit der Führung im Rücken drängte Köln weiter. Jakub Kaminski scheiterte zentral an Oliver Baumann (21.), Martel köpfte nach einer Ecke knapp am rechten Pfosten vorbei (24.). Im wieder stillen Stadion sorgte Kramaric nach einer halben Stunde in seinem 350. Pflichtspiel für die TSG schließlich für den ersten Abschluss der Gäste. Doch Kölns Schlussmann Marvin Schwäbe reagierte glänzend.
Auf der Gegenseite setze Sebastian Sebulonsen einen Schuss haarscharf am Pfosten vorbei (31.). Als sich das Spiel kurz vor der Pause zu beruhigen schien, konterte sich Hoffenheim zum Ausgleich: Vladimir Coufals scharfe Rechtsflanke erreichte Albian Hajdari am Strafraumrand, dessen Pass in den Sechzehner Kabak am Fünfmeterraum mit dem Fuß verwertete. Eine starke Grätsche von Martel verhinderte dann sogar noch den Doppelschlag der Gäste.
Wildes Spiel und weitere Tore auf beiden Seiten
Auch nach der Pause blieb es still im Stadion. Der FC teilte mit, dass der reanimierte Patient Richtung Krankenhaus abtransportiert worden sei, verwies aber darauf, keine weiteren Informationen zum Gesundheitszustand zu haben. Auf dem Rasen ging es zunächst ebenfalls ruhig zu. Bei einem Klärungsversuch mit dem Kopf verpasste Kölns Joel Schmied hauchdünn das eigene Tor (51.).
Hoffenheim drängte auf die Führung und war deutlich aktiver. Vor dem Kölner Tor suchte zunächst Bazoumana Touré den Abschluss, traf aber nur die Unterkante der Latte. Doch Kramaric war hellwach und köpfte den Abpraller ins Tor. Die Führung währte jedoch nur kurz: Vier Minuten später konterte El Mala selbst, blieb vor Baumann cool und stellte den Ausgleich wieder her. Danach suchten beide Teams nach dem Lucky Punch, blieben aber erfolglos.




