Köln: Razzia im Erzbistum

Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Morgen Objekte im Erzbistum Köln durchsucht. Es ging dabei um Meineid-Ermittlungen gegen den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Offenbar gab es verschiedene Anzeigen gegen ihn.

© Erzbistum Köln (c) Jo Schwartz

Durchsucht wurden seit 8:00 Uhr an insgesamt sechs Orten, vier davon in Köln und je einer in Kassel und Lohfelden, die Räumlichkeiten des Generalvikariats, des Offizialats und des Erzbischöflichen Hauses sowie ferner die Geschäftsräume des den E-Mail-Verkehr im Erzbistum Köln verwaltenden EDV-Dienstleisters. Es gab laut Staatsanwaltschaft keine Zwischenfälle, man zeigte sich an den Orten kooperativ.

Mit den Durchsuchungen sollten schriftliche Unterlagen gesichert und die innerbistümliche Kommunikation zu den Vorgängen, in deren Zusammenhang die als unwahr angezeigten Äußerungen des Beschuldigten gefallen sind, erhoben werden. Die Auswertung der sichergestellten Dokumente wird geraume Zeit in Anspruch nehmen.

An den Maßnahmen waren rund dreißig Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie vier Staatsanwältinnen und Staatsanwälte beteiligt. Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass sich die Maßnahmen auf die Erhellung eines lediglich anfänglichen Verdachtes und insoweit auf die Feststellung sowohl belastender als auch entlastender Umstände richten. Sie betont, dass dem Beschuldigten in keiner Weise die aktive oder auch nur passive Vertuschung von oder gar Beteiligung an Missbrauchstaten zur Last gelegt wird.

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