Frost in Nordost, über zehn Grad am Rhein
Veröffentlicht: Freitag, 30.01.2026 12:13

Wetter
Offenbach (dpa) - Das Wetter ist am Wochenende in Deutschland zweigeteilt: Die einen sitzen nach der Wetterdienst-Vorhersage in einem «Gefrierschrank», der sich wegen des Windes noch kälter anfühlt als er ist. Die anderen bekommen bei zweistelligen Temperaturen fast Frühlingsgefühle.
Der Schnee macht sich langsam rar: Am Samstag gibt es im Nordosten «letzte Flocken», sonst bleibt es bei meist starker Bewölkung trocken. Im Alpenraum zeigt sich vielfach die Sonne. Im Südwesten und Westen fällt etwas Regen, in höheren Lagen auch Schnee.
Das Niederschlagsgebiet verlagert sich bis zum Abend nach Niedersachsen. «Dort kann sowohl Regen niedergehen, der auf gefrorenem Boden zu Glatteis führt, oder es kann schneien», sagte Meteorologe Markus Eifried vom Deutschen Wetterdienst (DWD). «Was genau passiert, lässt sich noch nicht mit Bestimmtheit prognostizieren.»
Winterjacke im Nordosten
«Sicher vorhersagen lässt sich dagegen das zweigeteilte Temperaturniveau über der Bundesrepublik: Während die Ost- und Nordhälfte mit kalter Festlandsluft geflutet wird, bleibt es im Westen und Südwesten vergleichsweise mild», so der Meteorologe.
Konkret sieht das am Wochenende so aus: Am Nieder- und Oberrhein werden lokal zweistellige Plusgrade erwartet, während in Vorpommern und der Uckermark für den mäßigen Frost nur eine kurze Pause gibt. «Ein frischer Wind lässt dort das Ganze noch kälter wirken, dicke Winterjacken sind dort vonnöten», sagt Eifried.
Am meisten Sonne an den Alpen
In der Nacht zum Sonntag ist es wechselnd bewölkt, teils klart es auf, teils wird es erneut neblig. Im Westen regnet es dagegen hier und da. Dort bleibt es teils frostfrei, während im Nordosten lokal strenger Frost auftritt.
Am Sonntag und Montag zeigen sich Auflockerungen im Nordosten sowie im Westen und Südwesten, dazwischen beliebt es stark bewölkt bis bedeckt. Die Alpen ragen erneut mit viel Sonnenschein heraus, dasselbe gilt für Montag für Vorpommern und auch den Bayerischen Wald.
Straßenverhältnisse am Montag
Während es in der Osthälfte am Montag weitgehend trocken bleibt, ist es im Westen wechselhafter. Dort regnet es etwas, wobei die Niederschlagsmengen kaum der Rede wert sind. Für Berufspendler, die wegen des Streiks im öffentlichen Nahverkehr am Montag aufs eigene Auto umsteigen müssen, ist das eine gute Nachricht.
Nach dem jüngsten Stand der Prognose ist am Montag kein Glatteis zu erwarten, wie Eifried der Deutschen Presse-Agentur erklärte: Dort, wo es ein bisschen regen kann - im Westen und Südwesten - liegen die Temperaturen im Plus. Wo es kälter ist und auch im Übergangsbereich um null Grad ist nicht mit Niederschlag zu rechnen.
Und wie geht es weiter? Die Zweiteilung bleibt und erst mal erhalten. «Der Nordosten bleibt temperaturtechnisch im Gefrierschrank, verbreitet liegen die Höchstwerte im mäßigen Frostbereich», sagt der Meteorologe. «Im äußersten Südwesten sind dagegen wieder zweistellige Plusgrade drin.»


