Eiseskälte: Wie Sie ihr Smartphone vor dem Blackout bewahren

Eine warm angezogene Frau hält bei Kälte ein Handy
© Bernd Diekjobst/dpa-tmn

Handy-Stress im Winter

Berlin (dpa/tmn) - Bei Kälte, Eis und Schnee kommen nicht nur Fußgänger mitunter gefährlich ins Rutschen, auch der Akkustand des Smartphones kann bei sehr niedrigen Temperaturen plötzlich und bedrohlich abschmieren. Denn je kälter ein Akku ist, desto weniger Energie speichert er, erklärt der IT-Branchenverband Bitkom.

Um den eigenen freien Fall bei Glätte zu verhindern, legt der Mensch etwa den Pinguin-Gang ein. Um draußen bei Kälte die Batteriekapazität des Telefons bestmöglich aufrecht zu halten, sollte er Folgendes tun, rät der Verband:

Gerät warm halten

  • Das Smartphone nah am Körper tragen, etwa in der Jackeninnentasche, und zum Telefonieren Kopfhörer verwenden.

Große Temperaturschwankungen vermeiden

  • Das Telefon etwa nicht im Auto liegen lassen. Denn wenn daraufhin ein eiskaltes Telefon schlagartig mit ins Warme genommen wird, kann sich gefährliches Kondenswasser im Innern bilden. Besser: Ein eiskaltes Gerät ausschalten und es dann drinnen eine knappe Stunde lang in der Tasche steckend langsam aufwärmen lassen.

Akku schonen

  • Den Ladezustand über 50 Prozent halten, um das Risiko plötzlicher Ausfälle zu minimieren.

Stöße, Stürze oder Druckbelastungen vermeiden

  • Denn kaltes Displayglas ist spröder und springt schneller.
    Wärmeisolierende Hüllen verwenden: Etwa solche, die aus Neopren bestehen, um einen zusätzlichen Schutz vor Kälte und Nässe zu erzielen.

Gut zu wissen

  • Große Kälte kann die Bedienung beeinträchtigen: Der Touchscreen reagiert träger, Flüssigkristalle in Displays können langsamer arbeiten.
  • Die gewohnte Berührungsempfindlichkeit und Farbdarstellung des Displays kehren aber in aller Regel zurück, wenn das Smartphone wieder wärmer wird.

Umfrage: Zwei von drei hatten schon Handyprobleme bei Kälte

Einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research zufolge haben gut zwei Drittel (68 Prozent) der Smartphonenutzenden hierzulande schon einmal Probleme mit ihren Geräten bei kaltem Wetter gehabt. Besonderen Schutz lässt dem Telefon im Winter demnach aber nur gut jede und jeder Zweite (51 Prozent) angedeihen.

Ebenso viele (51 Prozent) ärgern sich darüber, dass sich Touchdisplays nicht grundsätzlich mit allen Handschuhen bedienen lassen. (Sondern nur mit solchen, die mit leitfähigen Textilien oder Beschichtungen an den Fingern ausgestattet sind.) 

Etwas weniger (46 Prozent) geben an, das Smartphone in der kalten Jahreszeit draußen insgesamt weniger als sonst zu nutzen. Befragt worden waren 1.002 Menschen ab 16 Jahren.

© dpa-infocom, dpa:260107-930-509979/1

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