Corona: Ansteckungsgefahr im Freien?

Bei dem schönen Wetter und den frühlingshaften Temperaturen zieht es viele ins Freie. Gerade am Wochenende waren viele beliebte Orte im Rhein-Erft-Kreis und Umgebung geradezu überlaufen. Viele empfinden dieses Verhalten als unverantwortlich. Doch wie groß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit sich draußen mit Corona zu infizieren?  

Aktuellen Studien zufolge wird Corona hauptsächlich durch Aerosole übertragen. Die Wahrscheinlichkeit sich auf diesem Weg im Freien zu infizieren ist quasi bei Null, da sich die Aerosol-Wolke, die beim Ausatmen entsteht, sehr schnell an der frischen Luft verdünnt. Das geht aus einem Positionspapier der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) hervor.

Auch Physiker und Aerosol-Experte Gerhard Scheuch stuft die Ansteckungsgefahr draußen als unbedenklich ein. Im Interview mit ntv.de erklärt er, dass die Menge an Aerosolen dazu nicht ausreichend wäre. Es könne nur dann etwas passieren, wenn man sich längere Zeit gegenüberstehe und sich unterhalte. Steht man dann noch in einer Gruppe zusammen, erhöht sich die Aerosolmenge stark, was dann zur Infektion führen könnte, so Scheuch. 

Höher könnte das Infektionsrisiko hingegen beim Sport im Freien sein. Problem: Die verstärkte Atmung. Trotzdem gibt das Bundesministerium für Gesundheit Joggen an der frischen Luft als eine Sportart mit geringem Infektionsrisiko an. Durch Einhaltung der Abstände sollte das ganze nämlich relativ unproblematisch sein.


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