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BUND klagt wieder gegen Tagebau Hambach
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BUND klagt wieder gegen Tagebau Hambach

Der Tagebau Hambach bei Kerpen steht erneut im Fokus. Eine Klage der Umweltorganisation BUND sorgt für Aufsehen, da sie sich gegen den neuen Hauptbetriebsplan richtet.

Veröffentlicht: Freitag, 03.01.2025 13:30

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Klage richtet sich gegen neuen Hauptbetriebsplan

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In Kerpen gibt es neue Aufregung um den Tagebau Hambach. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat Klage beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingereicht. Hintergrund ist der neue Hauptbetriebsplan für den Tagebau, der seit Donnerstag (1. Januar) gilt. Die Klage richtet sich gegen das Land Nordrhein-Westfalen, da die Bezirksregierung in Arnsberg den Plan genehmigt hat.

Mit der Klage möchte der BUND verhindern, dass die sogenannte Manheimer Bucht, der Bereich zwischen dem heutigen Tagebau und dem Ort Manheim-alt, abgebaggert wird. RWE argumentiert, dass diese Maßnahme notwendig sei, um die Böschung des künftigen Tagebausees zu gestalten, wofür große Mengen an Sand und Kies benötigt werden. Der BUND hingegen sieht in der Abbaggerung eine Bedrohung für einen wichtigen Biotopverbund und kritisiert, dass das Land alternative Lösungen nicht ernsthaft geprüft habe. Mit einem Eilverfahren wollen die Umweltschützer zudem mögliche Rodungsarbeiten in den kommenden Tagen stoppen. Denn verschiedene Umweltaktivisten befürchten, dass RWE am Montag (6. Januar) mit der Abholzung starten könnte.

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Laut RWE laufen aktuell keine Rodungsarbeiten

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Laut einem Pressesprecher von RWE hat der Konzern die Einreichung der Klage zur Kenntnis genommen, jedoch hat das Verfahren derzeit keinen Einfluss auf den Betrieb des Tagebaus Hambach. In dem betroffenen Waldabschnitt finden aktuell keine Rodungsarbeiten statt, und der Konzern möchte sich an weiteren Spekulationen nicht beteiligen. Ein konkreter Zeitplan für die Rodungsarbeiten stehe noch nicht fest.

Auch die Kreispolizei plant aktuell keinen Einsatz in dem Waldgebiet am Montag, heißt es auf Radio Erft Nachfrage.

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