Bildungsstreik im Rhein-Erft-Kreis: Auswirkungen gering

Im Rhein-Erft-Kreis bleiben die Auswirkungen des bundesweiten Bildungsstreiks der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) überschaubar. Grund dafür ist der hohe Anteil verbeamteter Lehrkräfte, die nicht streiken dürfen. Dennoch könnten einige pädagogische Fachkräfte an Grundschulen fehlen.

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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat für Donnerstag (29. Januar) zu einem bundesweiten Bildungsstreik aufgerufen. Auch im Rhein-Erft-Kreis sollen Tarifbeschäftigte aller Schulformen ihre Arbeit niederlegen.

Die Auswirkungen auf die Schulen in der Region dürften jedoch gering bleiben. Der Grund: Ein Großteil der Lehrkräfte im Rhein-Erft-Kreis ist verbeamtet und darf nicht streiken. An den Grundschulen sind beispielsweise nur etwa 15 Prozent der Lehrkräfte angestellt. Ähnlich sieht es an den weiterführenden Schulen aus. Die verbeamteten Lehrkräfte sollen die streikenden Kollegen vertreten.

Dennoch könnte es an den Grundschulen zu Ausfällen kommen. Hier arbeiten rund 120 tarifbeschäftigte pädagogische Fachkräfte, darunter Schulsozialarbeiter und Alltagshelfer. Diese könnten am Donnerstag ohne Ersatz fehlen.

Diejenigen, die am Streik teilnehmen dürfen, sollen sich laut GEW am Donnerstagmorgen am DGB-Haus treffen. Von dort aus ist ein Protestmarsch zum Heumarkt geplant, wo am Donnerstagmittag die zentrale Kundgebung stattfindet.

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch ein Plus von 300 Euro monatlich.

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