Bei Galeria Karstadt Kaufhof droht der Kahlschlag

Schock für die Beschäftigen der letzten deutschen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof. Fast die Hälfte der Filialen könnte angesichts der Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise geschlossen werden.

© Foto: Daniel Dähling

Das sieht der erste Entwurf eines Sanierungskonzeptes vor, der am Freitag dem Gesamtbetriebsrat und Gläubigervertretern vorgelegt wurde, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Unternehmensumfeld erfuhr. Allerdings gibt es noch einen Hoffnungsschimmer: Die Zahl der bedrohten Filialen könne sich noch reduzieren, wenn die Vermieter und andere Beteiligte zu Zugeständnissen bereit seien, hieß es in informierten Kreisen. Welche Häuser genau von der Schließung bedroht sind, dazu gab es zunächst keine Angaben. Nach Informationen der "Wirtschaftwoche" rechnen Insider mit dem Abbau von insgesamt rund 5000 Vollzeitstellen. Aktuell beschäftigt Galeria Karstadt Kaufhof rund 28 000 Mitarbeiter. Noch kurz vor Weihnachten hatte die Gewerkschaft verdi mit dem Konzern einen Sanierungstarifvertrag abgeschlossen, der unter anderem eine Standort- und Beschäftigungssicherung enthielt.

Schon zu Wochenbeginn hatte der Konzern die Beschäftigten auf harte Einschnitte vorbereitet. In einem Brief an die Mitarbeiter hieß es am Montag, dass es angesichts der Corona-Krise "leider auch zu Standortschließungen und dementsprechend auch zu einem Arbeitsplatzabbau kommen muss". Nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Samstag) stehen auch 20 der 30 Filialen von Karstadt-Sport vor dem Aus.

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