Babyleiche in Mülltonne – Ergebnis von Obduktion erwartet
Veröffentlicht: Donnerstag, 02.04.2026 04:00

Grausiger Fund
Rosengarten (dpa) - Nach dem Fund eines toten Babys in einer Mülltonne im Landkreis Harburg - südlich von Hamburg - soll der Leichnam obduziert werden. Die rechtsmedizinische Untersuchung heute soll klären, ob das Kind gelebt habe oder überhaupt lebensfähig gewesen sei, sagte ein Polizeisprecher.
Der tote Säugling war am frühen Mittwochabend in einer Restmülltonne an einem Wohnhaus in der Gemeinde Rosengarten gefunden worden. Einer der Hausbewohner hatte die Tonne neben dem Haus geöffnet und dabei den Fötus entdeckt, wie der Polizeisprecher sagte. Der Mann habe dann umgehend die Polizei informiert. Ein Notarzt habe nur noch den Tod des Kindes feststellen können.
Viele offene Fragen
Die Hintergründe des Falles sind noch weitgehend unklar. Die Ermittlungen stünden noch ganz am Anfang, hatte die Polizei am späten Mittwochabend mitgeteilt. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von der Obduktion.
Zur Todesursache, dem Geschlecht und dem Alter des Babys gab es zunächst keine Angaben. Es sei auch möglich, dass das Kind tot zur Welt gekommen sei, sagte der Polizeisprecher. Der Leichnam sei verpackt gewesen – in was, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen aber nicht sagen. Wie das Baby in die Mülltonne gelangte, ist bislang ebenso unklar.
Spurensicherung und Kripo vor Ort
Erste Hinweise gebe es auf die mögliche Kindsmutter, sagte der Polizeisprecher. Auch dazu wollte er aber aus Ermittlungsgründen zunächst keine weiteren Auskünfte geben.
Noch am späten Mittwochabend waren die Kripo und ein Team der Spurensicherung an dem rot verklinkerten Wohnhaus im Ortsteil Vahrendorf, neben dem die Babyleiche gefunden wurde, im Einsatz. Die Ermittler sicherten Spuren rund um den Fundort. Die Gemeinde Rosengarten liegt südlich der Stadtgrenze von Hamburg und hat rund 14.000 Einwohner.



