EVG-Chef Burkert fordert Doppelbesetzung und Bodycams

Martin Burkert
© Christoph Soeder/dpa

Bahn-Sicherheitsgipfel

Berlin (dpa) - Vor dem von der Deutschen Bahn für heute in Berlin angesetzten Sicherheitsgipfel fordert der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, vor allem eine Doppelbesetzung im Nahverkehr. «Das ist die wichtigste Forderung», sagte er im ARD-«Morgenmagazin». Doch auch der Einsatz von Bodycams im Fernverkehr müsse jetzt umgesetzt werden.

Für Diskussionen rund um mehr Sicherheit für das Bahnpersonal sorgte der Angriff auf einen Zugbegleiter der Deutschen Bahn Anfang Februar in Rheinland-Pfalz. Bei einer Ticketkontrolle wurde der 36-Jährige schwer verletzt und starb zwei Tage später. Die Bahn hat daraufhin unter anderem die Bundesregierung, die Bundespolizei und Länder zu einem Sicherheitsgipfel eingeladen.

Die Erwartungen des EVG-Chefs richten sich nun an Bund und Länder. «Das Verantwortungs-Pingpong, wie ich es nenne, dass der Bund sagt, die Länder sind zuständig für die Bestellung von Personal in Zügen und die Länder sagen "Bund, du musst mir dafür mehr Geld geben"», sagte Burkert, das müsse aufhören. «Sicherheit ist für uns nicht verhandelbar.»

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erhofft sich mehr Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen durch einen höheren Einsatz von Polizeistreifen. «Wir brauchen mehr Zugstreifen, die in den Zügen für Sicherheit sorgen», sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der «Rheinischen Post». «Wenn wir in den Zügen und Bahnhöfen mehr Präsenz zeigen, dann schaffen wir ein anderes Sicherheitsbild.» Auch Roßkopf unterstützt die Forderungen nach einer Doppelbesetzung bei Fahrkartenkontrollen.

© dpa-infocom, dpa:260213-930-680601/2
Andreas Roßkopf
Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, fordert mehr Streifen in Zügen. (Archivbild)© Bernd von Jutrczenka/dpa
Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, fordert mehr Streifen in Zügen. (Archivbild)
© Bernd von Jutrczenka/dpa

Weitere Meldungen