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Tigermücke jetzt auch in Kerpen entdeckt
© James Gathany/CDC
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Tigermücke jetzt auch in Kerpen entdeckt

Die asiatische Tigermücke breitet sich weiter im Rhein-Erft-Kreis aus. Nach einem Fund in Brühl-Ost wurde nun auch in Kerpen-Brüggen ein Exemplar gesichtet.

Veröffentlicht: Dienstag, 01.10.2024 12:24

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Tigermücke auch in Kerpen-Brüggen entdeckt.

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Im Rhein-Erft-Kreis ist erneut die asiatische Tigermücke aufgetaucht. Nachdem bereits ein Exemplar in Brühl-Ost gefunden wurde, haben Experten nun auch eine Mücke in Kerpen-Brüggen entdeckt. Die asiatische Tigermücke ist bekannt dafür, zahlreiche Krankheiten wie das Dengue-Fieber zu übertragen. Zudem ist sie auch tagsüber aktiv und ihre Eier können selbst unter widrigsten Umständen überleben. Experten gehen davon aus, dass rund 200 Meter um den Fundort in Kerpen-Brüggen weitere Populationen auftreten könnten. Laut dem Robert-Koch-Institut hat es bisher aber Deutschlandweit noch keinen bestätigten Fall einer solchen Übertragung gegeben. Trotzdem soll eine Ausbreitung unbedingt verhindert werden. Und laut der Experten muss rund 200 Meter um den Fundort in Kerpen-Brüggen mit weiteren Populationen gerechnet werden. Deshalb werden die Kerpener jetzt um Hilfe gebeten. Tigermücken brüten in kleinen, stehenden Gewässern. Das können Regentonnen, Eimer, Gießkannen, Pflanzenuntersetzer, Regenrinnen oder alte Autoreifen oder Sandspielzeug sein. Wer diese Brutstätten vermeidet oder austrocknet, tut aktiv etwas gegen die Ausbreitung der Mücke.

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Tipps von Experten gegen Tigermücken

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Potentielle Brutstätten reinigen:


  • Tigermücken legen ihre Eier vorzugsweise am Rand von möglichen Brutstätten, oberhalb der Wasseroberfläche, ab. Durch Säubern des inneren Randes können die Eier daher leicht entfernt werden. Ein Schwamm oder eine Bürste und etwas Seifenlauge sind dafür gut geeignet. Das Wasser, das zur Reinigung verwendet wurde, am besten in ein Beet oder die Wiese kippen und nicht in den Abfluss, denn dort könnten sich die Eier weiterentwickeln.
  • Vogel- und Igeltränken und Planschbecken regelmäßig überprüfen und das Wasser wechseln.
  • Nach der Mückensaison darauf achten, dass alle Behälter vor der Überwinterung gründlich gereinigt werden, um Überwinterungseier zu entfernen. Dazu die Behälter gründlich ausbürsten und anschließend mit Wasser ausspülen (Quelle: Rhein-Erft-Kreis)
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Wer eine Tigermücken sieht - bitte melden

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Die Meldung verdächtig aussehender Mücken ist entscheidend, um potenzielle Ausbreitungsherde frühzeitig zu erkennen, heißt es vom Rhein-Erft-Kreis. Wer eine verdächtige Mücke gefangen hat, der wird gebeten, anhand der nachfolgend genannten Merkmale zu prüfen, ob es sich um eine Asiatische Tigermücke handeln könnte. Sollte dieser Verdacht bestehen, senden Sie bitte eine Meldung mit Ihrem Namen, einer Kontaktadresse, sowie dem genauen Fundzeitpunkt und Fundort an tigermuecke@rhein-erft-kreis.de.


Merkmale für Tigermücken (Aedes albopictus):

  • Die Tiere stechen auch tagsüber.
  • Tigermücken sind relativ klein. Mit ausgestreckten Beinen sind sie nicht größer als ein Fünf-Cent-Stück. Der Körper misst in etwa fünf bis sieben Millimeter.
  • Die hinteren Beinpaare weisen fünf in etwa gleich breite silbrig-weiße Schuppenringe auf. Das letzte Beinglied ist immer weiß.
  • Auch entlang der Mitte des Kopfes und des Rückens verläuft eine silbrig-weiße Linie.
  • Links und rechts neben dem schwarzen Stechrüssel sind zwei silbrig-weiße Tastwerkzeuge.
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