
Gericht untersucht Schmerzenzgeldansprüche
Eine 38-jährige Frau fordert 830.000 Euro Schmerzensgeld von der katholischen Kirche. Der Hintergrund: Sie wurde als Kind von einem ehrenamtlichen Messdiener-Leiter missbraucht. Das Erzbistum Köln lehnt die Zahlung ab, weshalb der Fall vor Gericht landete. Am Dienstag (29. April) entschied das Gericht, den Fall genauer zu prüfen.
Ein Sachverständiger soll nun klären, ob die Frau bis heute unter den Folgen der Taten leidet. Zudem wird die Klägerin selbst vor Gericht gehört. Unstrittig ist, dass sie als Kind von dem Messdiener-Leiter missbraucht wurde. Der Mann wurde bereits wegen ähnlicher Taten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, was auch vom Erzbistum Köln eingeräumt wird.
Die Klägerin behauptet jedoch, dass sie mindestens 280 Mal missbraucht wurde. Diese Behauptung sieht das Erzbistum Köln nicht als bewiesen an.