Wesseling beschließt Haushalt mit Millionenminus

Wesseling steckt tief in den roten Zahlen: Der Stadtrat hat einen Doppelhaushalt beschlossen, der in diesem Jahr von einem Defizit von knapp 47 Millionen Euro und im kommenden Jahr von gut 40 Millionen ausgeht.

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Wesseling muss sparen, investiert aber weiter

Der Stadt Wesseling geht es finanziell nicht gut. Der Stadtrat hat einen Doppelhaushalt beschlossen, der in diesem Jahr von einem Defizit von knapp 47 Millionen Euro und im kommenden Jahr von gut 40 Millionen ausgeht.

Um gegenzusteuern, wird die Grundsteuer deutlich angehoben - von aktuell knapp 800 auf 900 Prozent in diesem Jahr und sogar auf 1.000 Prozent in 2027. Hauptgründe für die dramatische Lage sind laut Kämmerin Karolin Beloch die eingebrochenen Gewerbesteuereinnahmen und die mangelnde finanzielle Unterstützung von Bund und Land.

Um den Haushalt zu konsolidieren, muss die Stadt bei freiwilligen Leistungen sparen. Allerdings sollen Ausgaben minimiert und Standards angepasst, aber nicht ganze Projekte gestrichen werden. So fällt beispielsweise das Open Air Konzert vor dem Stadtfest weg, das Stadtfest selbst findet aber statt.

Trotz der Finanznot investiert Wesseling aber weiter kräftig in Bildung, zum Beispiel in den Bildungspark Urfeld und die Sanierung des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums.

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