
Weltkriegsbombe in Köln entschärft
In Köln ist am Freitag eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Rund 4.300 Menschen waren von der Evakuierung betroffen, darunter auch das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße.
Veröffentlicht: Freitag, 10.07.2026 13:42
Kinder werden am Samstagmorgen zurückverlegt
In Köln ist am Freitagnachmittag (10. Juli) eine Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft worden. Im Vorfeld gab es eine große Evakuierungsaktion. Das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße musste geräumt werden. Alle Patienten wurden ins Krankenhaus Holweide gebracht, heißt es. Sie werden am Samstagmorgen zurückgebracht.
Bei Sondierungsarbeiten in der Nähe des Johannes-Giesberts-Parks in Köln hatte sich ein Bombenverdacht bestätigt. Experten entdeckten dort eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe, die am Freitag unschädlich gemacht werden muss. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat für die Arbeiten einen Gefahrenbereich von 500 Metern rund um den Fundort festgelegt. Von der Evakuierung waren nach Angaben der Stadt rund 4.300 Menschen betroffen. In dem Sperrbereich liegen neben zahlreichen Wohnhäusern auch das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße und eine Kindertagesstätte. Zudem musste das Schwimmbad Lentpark und der Botanische Garten für die Dauer der Entschärfung geräumt werden. Der Zoo war nicht betroffen.
Die Lage in den Krankenhäusern
Für Eltern bedeutet die Evakuierung: in Notfällen nicht das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße ansteuern, sondern die Uniklinik, das Krankenhaus in Porz oder Leverkusen. Das gilt auch für Holweide: lediglich der Kreißsaal ist nicht betroffen und steht allen Patientinnen weiter zur Verfügung. Wer Patienten in Holweide besuchen will, sollte Freitag und Samstag mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Parkflächen werden für die Krankentransporte gebraucht.