
Schleuser-Affäre: Kreis weist Vorwurf gegen Landrat zurück
Der Rhein-Erft-Kreis weist Berichte über angebliche Ermittlungen gegen Landrat Frank Rock im Zusammenhang mit der Schleuser-Affäre scharf zurück. Laut der Kreisverwaltung lassen die vorliegenden Ermittlungsakten seit zwei Jahren keinen konkreten Tatvorwurf gegen den Landrat erkennen.
Veröffentlicht: Montag, 13.07.2026 15:35
Schleuser-Affäre: Kreis weist Vorwurf gegen Rock zurück
Der Rhein-Erft-Kreis reagiert auf einen Bericht des WDR, wonach Ermittlungen gegen Landrat Frank Rock laufen sollen. Nach Einschätzung eines Medienanwalts des Kreises ist diese Berichterstattung rechtswidrig, weshalb die Angelegenheit derzeit rechtlich geprüft wird. Die Pressestelle betont, dass die vorliegenden Ermittlungsakten seit zwei Jahren keinen konkreten Tatvorwurf gegen Rock erkennen lassen. Es gebe bis heute keine neuen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft, die eine andere Bewertung des Sachverhalts rechtfertigen würden. Zudem gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass der Landrat Einfluss auf Entscheidungen zum Aufenthaltsrecht genommen habe. Bisher habe die Staatsanwaltschaft in Antworten auf offizielle Anfragen eine namentliche Nennung des Landrats stets abgelehnt.
Die Kreisverwaltung verweist zudem darauf, dass sie die Ermittlungsbehörden bereits Ende 2019 selbst über Auffälligkeiten informiert habe. Dies geschah nach Angaben der Pressestelle bereits vor dem Amtsantritt von Frank Rock im Herbst 2020. Seit diesem Zeitpunkt unterstützt der Kreis die Ermittler nach eigenen Angaben aktiv bei ihrer Arbeit. Die bisherige Zurückhaltung in der Kommunikation habe dem Schutz der Beteiligten sowie des laufenden Verfahrens gedient. Der Kreis betont abschließend, dass ein Ermittlungsverfahren keine Vorverurteilung bedeutet und weiterhin die Unschuldsvermutung gilt.