Rhein-Erft: Weniger Abiturienten, mehr Druck bei Azubi-Suche

Im Rhein-Erft-Kreis fehlt an den meisten Gymnasien in diesem Schuljahr der Abiturjahrgang. Grund ist die Rückkehr von G8 zu G9. Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit Brühl wirkt sich das auch auf den Ausbildungsmarkt aus.

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Kein Abi-Jahrgang an Gymnasien - Auswirkungen auf Azubi-Suche

An den meisten Gymnasien im Rhein-Erft-Kreis gibt es in diesem Schuljahr keinen Abi-Jahrgang. Ursache ist die Umstellung von G8 auf G9 und damit die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren.

Nach Angaben von Ralf Holtkötter von der Agentur für Arbeit in Brühl spüren das auch viele Unternehmen bei der Suche nach Auszubildenden. Besonders betroffen seien Banken, Versicherungen und Verwaltungen. Dort würden häufig Abiturientinnen und Abiturienten als Azubis eingestellt.

Für einige Bewerbergruppen kann die Situation aber auch Vorteile bringen. Holtkötter zufolge steigen die Chancen für junge Menschen mit Fachabitur, mittlerer Reife oder auch für Studienabbrecher.

Gleichzeitig werde der Wettbewerb um gute Auszubildende in diesem Jahr besonders hart. Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit könnten vor allem Unternehmen Probleme bekommen, die schon bisher vor allem auf Jugendliche mit Fachabitur oder Realschulabschluss gesetzt haben.

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