
Prozess um tödlichen Unfall in Hürth: Ortstermin
Nach dem tödlichen Unfall in Hürth vor gut einem Jahr hat das Kölner Landgericht am Mittwoch den Unfallort an der Frechener Straße besichtigt. Bei dem Termin rekonstruierten Experten und Prozessbeteiligte den Moment, in dem ein Auto in eine Schülergruppe fuhr.
Veröffentlicht: Mittwoch, 03.06.2026 13:55
Hürth: Tränen bei Ortstermin nach tödlichem Unfall
Der Termin am Unfallort in Hürth verlief sehr technisch. Gemeinsam mit einem Sachverständigen gingen die Prozessbeteiligten die Frechener Straße in Richtung der Ampel ab. Dabei setzten sie sich auch immer wieder in ein Auto, das dem Unfallwagen des Angeklagten vergleichbar war. Auf diese Weise sollte genau nachvollzogen werden, was der junge Mann zum Zeitpunkt des Unglücks sehen konnte. Der Angeklagte selbst war bei der Begehung anwesend, hielt sich jedoch abseits der anderen Teilnehmer. Er starrte während des gesamten Termins zu Boden und vermied jeglichen Kontakt.
Für die Eltern der beiden Todesopfer war der Termin an der Frechener Straße eine enorme emotionale Belastung. Je näher die Gruppe der Ampel kam, an der die zehnjährige Avin und der Schulbegleiter Luis angefahren wurden, desto schwieriger wurde die Situation für die Angehörigen. Am Ende des Ortstermins konnten die Tränen schließlich nicht mehr zurückgehalten werden. Das Unglück vor einem Jahr, bei dem das Auto in die Schülergruppe fuhr, hatte weit über Hürth hinaus für Entsetzen gesorgt. Der Prozess vor dem Kölner Landgericht wird nach dem Ortstermin Mitte des Monats fortgesetzt. Dann werden die Angehörigen gehört.