Montag/Dienstag: Schon wieder Warnstreiks im ÖPNV

Die Gewerkschaft Verdi hat erneut zu Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Montag sollen nur Verwaltungen und Service-Stellen betsreikt werden, Dienstag steigen dann die Fahrer und Fahrerinnen ein. Die KVB-Stadtbahnen stehen dann komplett still.

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Verdi erhöht den Druck auf Arbeitgeber

Bus- und Bahnfahrgäste müssen sich wieder auf Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Montag streiken laut der Gewerkschaft Verdi nur die Beschäftigten in den Verwaltungen und Kundenzentren der kommunalen Nahverkehrsunternehmen – Dienstag dann die Fahrer. Die KVB sind auf jeden Fall wieder betroffen. Das heißt, dort fahren am Dienstag keine Stadtbahnen, auch nicht die im Bereich vom Rhein-Erft-Kreis. Busse sind in der Regel nur dann unterwegs, wenn die Fahrer von Subunternehmen kommen. S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht von dem Tarifkonflikt betroffen.

Mit dieser zweitägigen Struktur der Warnstreiks solle deutlich gemacht werden, wie unterschiedliche Berufsgruppen täglich dafür sorgten, dass der Nahverkehr funktioniere, heißt es von Verdi. Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW. In den bislang zwei Verhandlungsrunden ist keine Einigung erzielt worden.

Fronten sind verhärtet

Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen.

Die Arbeitgeber halten Forderungen für überzogen. Der Kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen wirft Verdi seit Wochen vor, die Augen vor der desolaten Finanzlage der Verkehrsbetriebe zu verschließen. Die Tarif- und Entgeltbedingungen hätten sich schon deutlich verbessert, der Nahverkehr biete bereits attraktive Arbeitsplätze. Schon in den vergangenen Wochen wurden große Teile des kommunalen Nahverkehrs landesweit oder zuletzt regional lahmgelegt.

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